Zum Hauptinhalt springen

Exodus im Lehrerzimmer

Acht Lehrpersonen werden nicht mehr in Heimisbach unterrichten. Nachfolger zu finden, war offenbar nicht einfach.

Nach den Sommerferien werden viele neue Lehrer das Schulhaus Chramershus betreten.
Nach den Sommerferien werden viele neue Lehrer das Schulhaus Chramershus betreten.
Thomas Peter

Die Schule Chramershus in Heimisbach hat turbulente Zeiten hinter sich. «Zuerst wurde der Schulleiter krankgeschrieben, danach hat er die Kündigung eingereicht», informierte Gemeinderat Martin Hunziker an der Gemeindeversammlung Trachselwald. Insgesamt war er drei Jahre im Amt. Ebenfalls auf Ende dieses Schuljahrs haben weitere acht Lehrpersonen ihren Vertrag aufgelöst, zwei davon, weil sie das Pensionsalter erreicht haben.

Nicht nur im Kanton Bern, auch in anderen Kantonen herrsche Lehrermangel. Diesen hätten sie in Heimisbach zu spüren bekommen, so Hunziker weiter. «Auf die erste Ausschreibung gab es praktisch kein Echo.»

Auf die erste Ausschreibung gab es praktisch kein Echo.

Martin HunzigerGemeinderat Trachselwald

Mittlerweile wurde mit Monika Weibel aber eine neue Schulleiterin gefunden, und auch die benötigten sechs Klassenlehrer hätten angestellt werden können. Derzeit fehlen noch zwei Teilzeitpensen. «Wegen des Lehrermangels ist es halt leicht, eine neue Anstellung zu finden, die Vorteile bietet wie beispielsweise ein kürzerer Arbeitsweg», begründet Gemeindepräsidentin Kathrin Scheidegger die Kündigungen auf Anfrage.

Beide Geschäfte gutgeheissen

Zur Abstimmung wurden der Versammlung zwei Geschäfte vorgelegt. Eines betraf das Strassenstück Häntschegraben bis Ober-Rotebüel in Heimisbach. Dieses befindet sich in einem desolaten Zustand, die Weggenossenschaft Schwarzenegg-Ober-Rotebüel muss den Abschnitt sanieren und teilweise verbreitern.

Der Kostenvoranschlag für die gesamte Sanierung beträgt 945'000 Franken. «Laut Auskunft der Abteilung für Strukturverbesserung kann damit gerechnet werden, dass Bund und Kanton gut 440'000 Franken daran bezahlen werden», erklärte Gemeinderätin Vreni Heiniger. Von den anrechenbaren Kosten würden laut Strassenreglement 75 Prozent durch die Gemeinde und die restlichen 25 Prozent von den Anstössern übernommen.

Weil die Subventionen vom Bund erst mündlich zugesagt wurden, mussten die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung Trachselwald über einen Bruttokredit von 709'000 Franken abstimmen. Dieser wurde von den 30 Anwesenden (4,11 Prozent) gutgeheissen.

Ebenfalls genehmigt wurde die Jahresrechnung 2018. Diese schliesst besser ab als erwartet. Bei einem Ertrag im Gesamthaushalt von knapp 3,8 Millionen Franken resultiert ein Plus von 87'000 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 314'000 Franken. Die Besserstellung ist unter anderem auf höhere Steuereinnahmen zurückzuführen.

Weitere Beiträge aus der Region Emmental

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch