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Für jedes Dorf ein Schulhaus

Die Schulanlagen in Bumbach und Schangnau müssen saniert werden. An einem Infoanlass wurden fünf mögliche Varianten vorgestellt. Die Idee, dass die Kinder künftig alle an einem Ort unterricht werden, fand keinen Anklang.

Die Unterrichtsräume in Bumbach sollen Teil der Schulstrategie der Gemeinde Schangnau bleiben.
Die Unterrichtsräume in Bumbach sollen Teil der Schulstrategie der Gemeinde Schangnau bleiben.
Thomas Peter

Das Thema Schule interessiert – auch in Bumbach. Schangnaus Gemeindepräsident Beat Gerber schätzte, dass über hundert Personen am öffentlichen Informationsanlass in der Turnhalle teilgenommen hatten. Die Halle ­sowie das dazugehörende Schulgebäude sind auch der Hauptgrund, wieso eine Schulraumplanung in der Gemeinde ansteht.

«Die Gebäude in Bumbach sind in einem sehr schlechten Zustand», erklärte Gerber, der sich zusammen mit einer Projektgruppe Gedanken zur Zukunft der Schule gemacht hatte. Ins Prozedere mit einbezogen wurden auch die Schulgebäude im Dorf Schangnau. Gerber betonte jedoch, dass diese Liegenschaften, im Gegensatz zu jenen in Bumbach, in einem recht guten Zustand seien.

«Ein Punkt, der das Vorhaben ebenfalls beeinflusst, sind die Platzverhältnisse», fügte Gerber hinzu. Derzeit zählt die Gemeinde knapp 120 Schüler. Tendenz steigend. Dies, weil die Familien laut Gerber wieder kinderreicher sind und Heimweh-Schangnauer zurückkehren.

Teure Lösungen

Insgesamt wurden der Bevölkerung fünf Varianten vorgestellt. «Die erste sieht die Sanierung beider Standorte vor», erläuterte Gerber. Kostenpunkt: 3,8 Millionen Franken.

Nur 100 000 Franken mehr müsste die Gemeinde in die Hand nehmen für die zweite Variante: Diese beinhaltet ebenfalls die Sanierung beider Standorte, jedoch würde in Bumbach das Gebäude West abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.

Die dritte Möglichkeit sieht die Sanierung der Liegenschaften in Schangnau vor. In Bumbach würden die zwei alten Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In diesem Fall würde die Investitionssumme 4,8 Millionen Franken betragen.

Die vierte und die fünfte Möglichkeit sehen den Bau einer neuen Schulanlage vor. Der Unterricht würde entweder in Bumbach oder Schangnau stattfinden. Diese Vorhaben würden mit 8,8 beziehungsweise 5,3 Millionen Franken zu Buche schlagen und wären die teuersten Lösungen.

Klare Favoriten

Es gab einige Verständnisfragen zu den verschiedenen Varianten, und auch die Finanzierung wurde an der Infoveranstaltung angesprochen. Zudem haben Anwesende Anregungen gegeben.

Danach habe sich klar herausgestellt, dass die Varianten zwei und drei realistisch seien, sagte Gerber. Aus diesem Grund erübrigte sich auch eine Diskussion um die Standortfrage der Schule.

In einem nächsten Schritt werden nun die beiden favorisierten Varianten überarbeitet. «Wir wollen prüfen, wo allenfalls noch Sparpotenzial vorhanden ist», so Gerber. Danach folgt ein weiterer Infoanlass, bevor das Geschäft an die Gemeindeversammlung kommt.

«Unser Ziel ist es, dass im Schuljahr 2021/2022 Sanierung und Neubauarbeiten abgeschlossen sind», so der Gemeindeprä­sident.

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