Zum Hauptinhalt springen

Kunst schmückt das Restaurant da Gino

Inhaber Daniel Ruprecht machte aus dem Da Gino in Burgdorf nicht bloss ein Restaurant. Er serviert drinnen und auch draussen Kunst.

Daniel Ruprecht als Wirt.
Daniel Ruprecht als Wirt.
Christian Pfander

Noch ist die ausladende Platane kahl, und auch die Glyzinie trägt weder Blätter noch Blüten. Interessiert beugt sich ein Beobachter über das Geländer der Terrasse und begrüsst Besucher.

Die Zwiesprache bleibt lautlos, da es sich beim Beobachter um eine Bronzeskulptur handelt, die zum neuen Konzept von Kunst und Gastronomie im Da Gino in der Burgdorfer Oberstadt gehört.

Daniel Ruprecht ist seit 2003 Besitzer der Liegenschaft, doch betreibt er Restaurant und Kunstlokal erst seit wenigen Wochen. «Ich stehe je nach Bedarf in Service oder Kunstvermittlung», sagt der Mann mit Jahrgang 1947. Er hat Burgdorfer Wurzeln, wanderte als 20-Jähriger nach Kanada und in die USA aus und kehrte nach 52 Jahren zurück.

Als Unternehmer reizt ihn die Kombination von Restaurant und Kunstbetrieb – obwohl ihm von Experten dringend davon abgeraten wurde. «Meine Gene lieben die Herausforderung, und nun wirte ich eben in der eigenen Beiz», sagt Ruprecht lächelnd.

Nach der Pensionierung der langjährigen Wirtin Elisabeth Schüpbach bestimmt nun Daniel Ruprecht den Gang im Da Gino. Das Platzangebot wird stark verkleinert. In der historischen Gaststube finden rund 25 Leute Platz; in der warmen Jahreszeit kommt die gleiche Anzahl auf der leicht umgestalteten Terrasse dazu.

Im Winter kommen 25 Plätze in der neuen Galerie der Gourmetstube (früher China-Restaurant) dazu, sodass jeweils total 50 Gäste bewirtet werden können. Neben einem wechselnden Bistromenü werden die Pizzen von Giovanni Zizzari wie bisher frisch hergestellt.

Eine Oase mit Kunst

Der Besitzer hat den oberen Aussenbereich mit einem Skulpturengarten samt Wasserspiel und Kunstwerken in eine stimmungsvolle Oase verwandelt. Eine Tavola ticinese analog der Tessiner Grotti soll im Sommer die Gäste vereinen.

Der kühle Gewölbekeller aus Sandstein zuunterst im Gebäude wurde von Staub und Gerümpel befreit, sodass dort Wein gelagert und degustiert werden kann. Die beheizbare Schlossfelsengrotte bietet Platz für kulturelle Anlässe und wird noch sanft renoviert.

Das Haus datiert aus der Jahrhundertwende und diente früheren Besitzern als Metzgerei und Gastbetrieb. Seit Ende der 1970er-Jahre war das Restaurant im Besitz von Gino und Vreni Zangrilli, bis der heutige Inhaber vor 16 Jahren die Liegenschaft erwarb. Der Name Da Gino bleibt.

Den Ausstellungsbetrieb im Restaurant eröffnet Joy Fuchs aus Wabern mit ihren leicht frivolen Bildern von üppigen lebenslustigen Frauen samt assortierten Männern, die eine Verschmelzung von Gastronomie und Kunst ausstrahlen. Das entspricht der Idee von Daniel Ruprecht und bringt Farbtupfer in die Oberstadt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch