Mehr Beinfreiheit für die Gäste

Langnau

Müslüm Arslan will seine Pizzeria umbauen. Damit er die Tische und Stühle weiter auseinander aufstellen kann, will er die Gaststube in die ehemalige Garage zügeln.

Müslüm und seine Frau Elif liefern zwei Drittel der Pizzas an externe Konsumenten aus.

Müslüm und seine Frau Elif liefern zwei Drittel der Pizzas an externe Konsumenten aus.

(Bild: Thomas Peter)

Jacqueline Graber

«Ich mag es farbig», sagt Müslüm Arslan und meint damit die hellgrünen Wände in seiner Pizzeria. Ob er jedoch nach dem Umbau die Wände in derselben Farbe streichen wird, weiss er noch nicht.

Doch ihm bleibt noch etwas Zeit zum Überlegen: Denn das Baugesuch ist erst kürzlich erschienen. Und dieses tönt etwas kompliziert. «Verschiebung der nördlichen Pizzeria in nordöstlichen Abstellraum mit Einbau Fumoir», ist im «Anzeiger Oberes Emmental» nachzulesen.

Fumoir ist ein Bedürfnis

Ein Augenschein vor Ort zeigt jedoch, das Bauvorhaben ist einfacher, als es in der Publikation beschrieben ist. Arslan will lediglich die Gaststube mit offener Küche um ein paar Meter zügeln – in die ehemalige Garage, die momentan als Abstellraum genutzt wird.

Und dort, wo derzeit noch Herd und Fritteuse stehen, soll ein Fumoir eingebaut werden. Arslan sagt, dass die Raucherecke einem Bedürfnis entspreche. «Im Sommer gehen die Gäste vor die Tür zum Rauchen. Im Winter jedoch ist es drinnen angenehmer», so der Kleinunternehmer.

Bequemer wird es für die Gäste nach dem Umbau auch platzmässig. Zwar bleibt es bei den bisherigen 30 Sitzplätzen, doch Stühle und Tische werden nicht mehr so eng beieinanderstehen. Und was passiert mit der alten Stube? «Vorgesehen ist, dort eine Zweieinhalbzimmerwohnung einzubauen», erklärt Arslan, der viele Handwerksarbeiten selbst ausführen wird. Er rechnet mit der Fertigstellung des Umbaus im Spätsommer.

Primär Hauslieferdienst

Die Pizzeria befindet sich im Parterre eines Mehrfamilienhauses an der Hinterdorfstrasse in Langnau. Vorher war dort ein christlicher Buchladen eingemietet. Eröffnet haben Müslüm Arslan und seine Ehefrau Elif das Geschäft vor dreizehn Jahren.

Seit Beginn ­bietet das Ehepaar auch einen Hauslieferdienst an. Dieser mache rund zwei Drittel der Einnahmen aus, sagt Müslüm Arslan. Den Rest erwirtschafte er mit Gästen, die bei ihm in der Pizzeria einkehren.

Berner Zeitung

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