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Mit Albert Bitzius ist gut Museum machen

4300 Gäste, eine schwarze Null und eine neue Sonderausstellung: Im Gotthelf-Zentrum in Lützelflüh läufts rund.

4300 Besucher verzeichnete das Gotthelf-Zentrum 2018. Damit wurden die Erwartungen der Verantwortlichen übertroffen.
4300 Besucher verzeichnete das Gotthelf-Zentrum 2018. Damit wurden die Erwartungen der Verantwortlichen übertroffen.
Hans Wüthrich

Vereine sportlicher und kultureller Ausrichtung, Seniorengruppen, Militär, Behörden und Kirchenvertreter, Unternehmen, Familien und Schulen – sie alle gehörten im vergangenen Jahr zu den Besucherinnen und Besuchern des Gotthelf-Zentrums in Lützelflüh.

Total 4300 Personen traten über die Schwelle des Museums; das Leitungsteam führte 172 Gruppen in die Welt Gotthelfs ein. «Die effektiven Besucherzahlen übertrafen die budgetierten, sodass ein ausgeglichener Rechnungsabschluss resultierte, trotz Investitionen in digitale Telefonie und IT-Infrastruktur», heisst es in einer Mitteilung zur Delegiertenversammlung des Trägervereins.

Wasser, wo es nicht hingehört

Im vergangenen Jahr herrschte aber nicht nur eitel Freude: Im Frühjahr wurde das Gotthelf-Zentrum mehrmals vom Hochwasser heimgesucht, was Schäden von mehreren Zehntausend Franken verursachte, vor allem an der Elektronik des Lifts. Der Museumsbetrieb war davon nicht allzu stark betroffen – «und dank des optimalen Versicherungsschutzes kam das Gotthelf-Zentrum mit einem blauen Auge davon», heisst es in der Mitteilung weiter.

Momentan laufen die Vorbereitungen zur nächsten Sonderausstellung. In deren Zentrum steht «Die Käserei in der Vehfreude». Der Roman, erschienen 1850, vier Jahre vor Gotthelfs Tod, zeigt, wie es den Vehfreudigern mit ihrer neuen Käserei geht, wie sie mit dem Einbruch der Moderne zurechtkommen – und wie Änneli, das ehemalige Verdingkind, und Felix, der Sohn des Gemeindepräsidenten, trotz Missgunst, Hinterhältigkeit und Verleumdungen ihr Glück finden. Kulturgelder von Kanton und Region

Das Gotthelf-Zentrum wird seit der Eröffnung 2012 von einem Leitungsteam von vier Personen geführt, die die Arbeit in ihrer Freizeit leisten; drei sind pensioniert und über 70 Jahre alt. Dass deshalb über kurz oder lang eine Wachablösung und ein Wechsel zu einer fest angestellten Geschäftsleitung erfolgen müssten, sei offensichtlich, schreiben die Verantwortlichen. Mit den bescheidenen Mitteln, über die das Gotthelf-Zentrum verfüge, sei dies jedoch nicht möglich. In Lützelflüh hofft man darum auf kantonale und regionale Kulturgelder (wir berichteten). (we)

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