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Rettung der Beiz ist in Sichtweite

Das Weiterbestehen des Restaurants Steingrube in Oberburg ist noch nicht gesichert. Das Initiativkomitee ist aber zuversichtlich, die nötigen 650'000 Franken zusammenzubringen.

Auf der Terrasse der Steingrube könnten schon bald wieder Gäste ein kühles Feierabendbier geniessen.
Auf der Terrasse der Steingrube könnten schon bald wieder Gäste ein kühles Feierabendbier geniessen.
Marcel Bieri

«Die erste Schwelle haben wir erreicht. Bis Ende August müssen wir aber noch mehr Leute suchen, die bereit sind, Aktien zu zeichnen», erklärt Urs Krähenbühl. Er ist der Gründer jenes Initiativkomitees, das sich die Rettung und den Weiterbetrieb des Restaurants Steingrube in Oberburg zum Ziel gesetzt hat. Denn dem Gasthof, der für das Vereinsleben im Dorf wichtig ist, droht das Aus. Wirtin Thereses Krebs hat den Betrieb unlängst aufgegeben, und ihr Sohn Bruno, dem die Liegenschaft gehört, will diese verkaufen.

Käuferin soll eine Aktiengesellschaft sein, deren Gründung Krähenbühl und seine Mitstreiter anstrengen. Wem die Rettung und der Weiterbetrieb der Gastwirtschaft am Herzen liegt, kann Aktien zu je 1000 Franken zeichnen. Kinder und Jugendliche sind mit 500 Franken pro Stück dabei. Mindestens 650'000 Franken sollen so zusammenkommen, damit der bei etwa 900'000 Franken betragende Wert der Liegenschaft ausreichend gedeckt wird. Bis Mitte Juli hatten Interessenten Zeit, ihre Kaufabsichten kundzutun. Bereits nach einem Tag hatten dies 79 Personen getan. Doch wie ist der Stand nach Ablauf der gesetzten Frist?

Noch keine konkreten Zahlen

«Bis jetzt haben wir etwa 340 Aktionäre», sagt Urs Krähenbühl auf Anfrage und ergänzt: «Es sieht also relativ gut aus.» Wie hoch der exakte Frankenbetrag derzeit ist, will er aber nicht verraten. Die Zuversicht könnte darin gründen, dass es Personen, Vereine oder Firmen gibt, die bereit sind, mehr als ein Wertpapier zu kaufen. «Für wie viele Aktien zu 1000 Franken wir bis jetzt Absichtserklärungen erhalten haben, kommunizieren wir noch nicht», lässt sich der Initiant der Aktion nicht in die Karten blicken.

Es gebe Vereine, die im August Hauptversammlung hätten und erst dann über einen Aktienkauf diskutieren und ihn beschliessen würden. Die auf Mitte Juli festgesetzte Frist sei absichtlich so kurz angesetzt worden, «um Druck aufzubauen – sonst passiert nichts». Das Ziel von 650'000 Franken habe man zwar nicht erreicht, in dieser kurzen Zeit aber auch nicht erwartet.

«Die Zahl von 340 Aktionären deutet auf eine gute Resonanz hin.»

Urs Krähenbühl, Initiant

Der Rücklauf der Absichtserklärungen war aber offenbar so gross, dass das Initiativkomitee weiterhin bereit ist, für die Rettung des Restaurants Steingrube zu kämpfen. «Das Interesse an unserer Aktion war und ist sehr gross. Ich werde häufig darauf angesprochen», betont Krähenbühl. Aktionäre wollten primär Leute aus Oberburg werden, einige aber auch aus Burgdorf und solche, «die nicht mehr hier wohnen, aber mit ihrem Dorf heimatlich verbunden geblieben sind». Allerdings habe er auch Stimmen von Personen gehört, denen es egal sei, ob eine Beiz im Dorf sei oder nicht.

Grosse Sympathie

«Die Zahl von 340 Aktionären deutet auf eine gute Resonanz hin», ist Urs Krähenbühl überzeugt. Denn er ist sich durchaus bewusst, dass 1000 Franken pro Aktie für viele eine relativ hohe finanzielle Hürde sei, selbst wenn sie dem Kauf der «Steingrube» zugetan seien. Ein Kränzchen windet er jenen Vereinen, «die sich bereits mächtig ins Zeug gelegt und schon sehr viel erreicht haben».

Heute Abend kommt das Komitee zusammen, bestimmt den Zeitplan zur Rettung des Restaurants und vielleicht bereits dessen neuen Pächter.

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