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Schlechtes Wetter vermiest Skisaison

Einige Skilifte im Emmental waren die ganze Saison nie in Betrieb. Anders in Bumbach. Dank technischer Beschneiung waren die Skilifte 73 Tage offen.

Die Skilifte Bumbach waren diese Saison mehr als zwei Monate in Betrieb. Doch die Zahl der Wintersportler hielt sich in Grenzen.
Die Skilifte Bumbach waren diese Saison mehr als zwei Monate in Betrieb. Doch die Zahl der Wintersportler hielt sich in Grenzen.
Thomas Peter

Die Skilifte Bumbach stehen seit gut einer Woche still. Und obwohl noch ziemlich Schnee auf der Piste liegt und es immer wieder ein bisschen schneit, wird der Betrieb nicht wieder aufgenommen. «Es würden die Besucher fehlen», weiss Betriebsleiter Hans Feuz aus Erfahrung, denn bei schlechtem Wetter bleiben die Wintersportler aus.

So war es auch diese Saison. Im Gegensatz zum vergangenen Winter, als die Gäste in Scharen kamen, wurden heuer deutlich weniger Tickets verkauft. Dies, obwohl dank der technischen Beschneiung die Skilifte Bumbach in Schangnau 73 Tage in Betrieb waren. Das sind 22 Tage mehr als in der Saison 2016/2017.

Hoffen auf eine schwarze Null

«Besonders schlecht lief es im Januar», sagt Hans Feuz, der Vater des Skirennfahrers Beat Feuz. Die unstabile Wetterlage hielt viele Wintersportler davon ab, ihrem Hobby zu frönen. Unabhängig von der Besucherzahl mussten jedoch immer mindestens sieben Skiliftmitarbeiter vor Ort sein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Zudem hinterliess der Wintersturm Burglind seine Spuren. Zwei Tannen fielen auf die Seile, dabei wurde ein Skiliftmast in Mitleidenschaft ge­zogen, und Strommasten mussten ersetzt werden. Die Skilifte standen für gut drei Tage still.

Hans Feuz hofft trotz Wetterkapriolen und einer durchzogenen Besucherbilanz, dass die Rechnung mit einer schwarzen Null abschliessen wird.

Im Emmental gibt es acht Skilifte. Die Pisten in Bumbach sind die einzigen, die technisch beschneit werden können. Die anderen sind allein auf Frau Holle angewiesen. Und sie hat es nicht gerade gut gemeint: Gerade mal 10 Tage war der Skilift Chuder­hüsi in Röthenbach in Betrieb. «Aber während dieser Zeit hatten wir viele Leute», sagt Ursula Neuenschwander vom Verein Skilift Chuderhüsi.

Ebenfalls an gut 10 Tagen konnte am Skilift Gyselgut in Heimisbach gefahren werden. In Wasen war Saisonstart am 20. Dezember 2017. Danach machte der Regen den Betreibern einen Strich durch die Rechnung, und erst am 28. und am 29. Dezember konnte der Lift erneut in Betrieb genommen werden. Doch es blieb bei den 3 Betriebstagen – plus einem Nachtski­fahren.

Jubiläumssaison steht bevor

Keine einzige Abfahrt war diesen Winter in Trachselwald möglich. Die Skilifte Netschbühl in Eggiwil und jene in Rüegsau und Rüderswil standen ebenfalls den ganzen Winter still. Christian Zaugg, Mitbetreiber des Skilifts Rüderswil, hofft jedoch auf eine gute Saison 2018/2019: «Dann feiern wir das 50-jährige Bestehen.»

Von einer mittelmässigen Saison spricht Christian Zürcher. Er ist Mitverantwortlicher für die Langlaufloipe Langnau–Trub. In Trub war die Loipe 30, in Langnau etwa 15 Tage geöffnet. Eine spürbare Zunahme hingegen habe es bei der Vermietung von Langlaufskiern gegeben. «Es hat sich herumgesprochen, dass wir vor Ort die Ausrüstung vermieten», so Zürcher. Das Angebot würden viele Familien nutzen.

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