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Schutz für den Büetschligraben

Die Schwellenkorporation und die Gemeinde wollen den Hochwasserschutz am Büetschli­graben in Bumbach verbessern. Ein neuer Geschiebesammler soll künftig für mehr Sicherheit sorgen.

Der Informationsanlass vermochte nicht wirklich zu mobilisieren. Nebst Planern, Vertretern der Schwellenkorporation und der Gemeinde sowie des Kantons lockte die Veranstaltung am Donnerstagabend nur eine Handvoll Interessierte in den Gasthof Löwen in Schangnau.

Dabei ging es um ein Hochwasserschutzprojekt im Büetschligraben, das den Skilift Bumbach, die Anwohner und den direkt an der Emme gelegenen Campingplatz Bumbach künftig vor Unwetter und Murgängen besser schützen soll.

Rund 600 000 Franken wollen die Schwellenkorporation und die Gemeinde Schangnau gemeinsam in einen neuen Geschiebesammler investieren. Dieser soll künftig 10 000 Kubikmeter Material zurückhalten sowie dreissig Meter breit und vier Meter hoch werden. «Für den Betonbau muss etwas Wald temporär gerodet werden», erklärte Albrecht Gerber, Präsident der Schwellenkorporation.

Zudem sei geplant, den Bau mittels einer neuen Stichstrasse zu erschliessen. «Der neue Geschiebesammler ist auf ein Jahr­hundertereignis ausgerichtet», so der Präsident weiter. Gemeinde und Schwellenkorporation rechnen mit etwa 76 Prozent Subventionen von Bund und Kanton.

Bestehende Sperre zu klein

Die neue Betonsperre soll oberhalb des bereits bestehenden Geschiebesammlers entstehen. Dieser wurde in den 1980er-Jahren mit einem Volumen von 2000 Kubikmeter realisiert und ist zu klein für ein grosses Ereignis. «Der ­Büetschligraben birgt eine grosse Gefahr», betonte Demian Schneider, Projektleiter Wasserbau beim kantonalen Tiefbauamt. Das angedachte Projekt sei indes nicht im Zusammenhang mit dem grossen Unwetter von 2014 zu sehen.

Anstösser wollen sichergehen

Das Vorhaben löste an der Veranstaltung eine rege Diskussion aus. Anstösser bemängelten etwa, dass auf den Bau eines ursprünglich angedachten Damms direkt an der Emme ent­lang des Campingplatzes verzichtet wer­de. «Dann braucht es die Sperre im Büetschligraben auch nicht», meinte ein betroffener Landbesitzer.

Bis zum 22. Mai läuft die Mitwirkung. Bis dahin kann sich die Bevölkerung zum Wasserbauprojekt äussern und Eingaben machen. Die Akten sind auf der Gemeindeverwaltung in Schangnau einsehbar.

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