Trotzdem ein Ja zur Strasse

Ersigen

Die Opposition war deutlich. Doch 57 Prozent der Stimmberechtigten von Ersigen hiessen die Sanierung der Rumendingenstrasse gut.

324 Ersiger sagten Ja zur Sanierung der Rumendingenstrasse, 242 stimmten mit Nein.

324 Ersiger sagten Ja zur Sanierung der Rumendingenstrasse, 242 stimmten mit Nein.

(Bild: Thomas Peter)

Anwohner hatten die Vorlage bekämpft. Aber der Verpflichtungskredit von 1,7 Millionen Franken für die Sanierung der Rumendingenstrasse Mitte wurde an der Urne angenommen. 324 Ersiger sagten Ja zum Projekt, 242 stimmten mit Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 35,7 Prozent.

Ersigens Gemeindepräsident Simon Werthmüller hatte damit gerechnet, dass das Projekt keine allzu deutliche Zustimmung erhalten würde. Mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 57 Prozent zeigte er sich am Sonntag denn auch zufrieden.

Das Vorhaben, die Rumendingenstrasse zu sanieren, ist zwar nicht grundsätzlich bestritten, denn es müssen Wasserleitungen ersetzt werden. Dazu soll die Fahrbahn verbreitert werden. Dennoch gab es Kritik: Einige Anwohner stören sich am geplanten Gehweg entlang der Rumendingenstrasse. Von der Einmündung Burgerweg bis zur Rudswilstrasse soll ein Trottoir mit einer Breite von 1,2 Metern erstellt werden.

Jetzt geht es an die Details

Anwohner sind der Meinung, den Gehweg brauche es nicht. Alan Hirschi, der mit seiner Familie an der Rumendingenstrasse wohnt, postete auf Facebook: «Nein zum unnötigen Trottoir in der Gemeinde Ersigen». Auch andere Bürger äusserten ihre Bedenken, ob es an der übersichtlichen Stelle wirklich ein Trottoir brauche.

Gemeinderatspräsident Simon Werthmüller (SVP) aber hatte im Vorfeld des Urnengangs gegenüber dieser Zeitung erklärt: Das Projekt befinde sich erst in der Grobplanung. «Die Feinplanung der Strassensanierung nehmen wir erst nach der Abstimmung in Angriff.»

Es werde noch im Detail angeschaut, ob ein Trottoir überhaupt möglich sei und ob es dort Sinn mache, wo es jetzt vorge­sehen sei, so Werthmüller. Alan Hirschi versicherte letzte Woche, dass er auch damit leben könne, wenn die Sanierung an­genommen werde. «Ich sehe mich nicht als Verlierer.»

tg/sgs

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