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Viele Millionen für mehr Spuren

Der Bund will die Autobahn von Schönbühl bis Kirchberg auf sechs Fahrstreifen ausbauen. Kürzlich konnten die betroffenen Gemeinden Stellung nehmen. Schon 2019 muss zudem der Belag ersetzt werden.

Es ist viel los auf der A1: Deshalb plant das Astra den Ausbau auf diesem Teilstück bis zur Shoppingmeile Lyssach.
Es ist viel los auf der A1: Deshalb plant das Astra den Ausbau auf diesem Teilstück bis zur Shoppingmeile Lyssach.
Olaf Nörrenberg

Die Autobahnen sind vielerorts stark ausgelastet. Deshalb arbeitet das Bundesamt für Strassen (Astra) an diversen Ausbauprojekten. Die A1 soll zum Beispiel zwischen Luterbach und Härkingen auf sechs Spuren erweitert werden. Davon wäre auch der Oberaargau stark betroffen. In diesem Frühling lag das Projekt öffentlich auf. Nicht ausgebaut, aber zumindest saniert werden soll der Abschnitt zwischen Kirchberg und Kriegstetten. Bereits im nächsten Jahr werden erste Arbeiten beginnen (wir berichteten).

Auch Richtung Bern hat das Astra Ausbaupläne. Zwischen Schönbühl und Wankdorf ist ein Achtspurprojekt vorgesehen, das gestern vom Bundesrat genehmigt wurde. Schätzungsweise 474 Millionen Franken dürfte das kosten. Und danach käme gleich die nächste grosse Baustelle auf diesem Autobahnabschnitt. Von Schönbühl bis Kirchberg könnte die A1 von heute vier auf sechs Fahrstreifen erweitert werden.

Bypass soll bleiben

Wie dem aktuellen Infoblatt der Gemeinde Lyssach zu entnehmen ist, arbeitet das Astra an einem sogenannten generellen Projekt. Die Gemeinde sei dabei vom involvierten Tiefbauamt des Kantons um eine Stellungnahme gebeten worden. Der Gemeinderat habe beschlossen, «dass das Projekt im Grundsatz unterstützt werden soll».

Jedoch müssten die Infrastruktur an der Shoppingmeile und insbesondere der Bypass entlang der Ikea erhalten bleiben und uneingeschränkt funktionieren, schreibt der Rat. Der Bypass führt parallel zur Autobahn an den Geschäften vorbei zur Autobahneinfahrt.

Nebst Lyssach konnten auch Urtenen-Schönbühl, Mattstetten, Hindelbank, Kernenried und Rüdtligen-Alchenflüh zum Vorhaben Stellung beziehen, wie Mark Siegenthaler, Mediensprecher des Astra, bestätigt. Für die Spurerweiterung auf dem zehn Kilometer langen Abschnitt würden fast 40000 Quadratmeter zusätzliches Land beansprucht, erklärt er. Zudem müssten während der Bauzeit weitere Grundstücke temporär genutzt werden.

Den Lärmschutz verbessern

Ein wichtiges Thema beim Autobahnausbau ist auch der Lärmschutz. «Zum einen wird flächendeckend ein lärmarmer Belag eingebaut. So kann der Lärm an der Quelle eingegrenzt werden», erklärt Siegenthaler. Zudem sollen sämtliche bereits bestehenden Lärmschutzwände erneuert und zum Teil erhöht oder ergänzt werden. Zum Teil würden auch Lücken geschlossen, so der Mediensprecher. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich laut Astra auf etwa 412 Millionen Franken.

Ein Teil davon müsste aber auch ohne einen Ausbau investiert werden. Denn der Autobahnabschnitt sei seit seiner Eröffnung in den 1960er-Jahren – mit Ausnahme eines kurzen Teilstücks entlang der Bahn-2000-Strecke – noch nie grundlegend saniert worden, sagt Siegenthaler. Bis Baubeginn dürften noch ein paar Jahre vergehen. Aus heutiger Sicht werde etwa 2030 damit angefangen.

Derzeit werde das generelle Projekt fertiggestellt, um 2019 dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt zu werden. Damit die heutige A1 bis zur Umsetzung des Ausbauprojekts noch sicher weiterbetrieben werden könne, müsse der schadhafte Deckbelag nächstes Jahr abschnittweise erneuert werden, so Siegenthaler. Die Arbeiten werden jeweils in der Nacht und in Etappen zwischen Mai und Juli ausgeführt.

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