Wo biblische Pflanzen wachsen sollen

Lauperswil

Reben, Lavendel und Tamariske: Gewächse aus der Heiligen Schrift sollen den Kirchengarten schon bald verschönern. Zur Feier des 500-Jahr-Jubiläums will der Kirchgemeinderat einen Bibelgarten bauen.

Ein Ort der Begegnung: Margreth Bieri und Fritz Minder planen den Bibelgarten.

Ein Ort der Begegnung: Margreth Bieri und Fritz Minder planen den Bibelgarten.

(Bild: Hans Wüthrich)

In Lauperswil soll ein Ort zum Verweilen entstehen. Die Kirchgemeinde hat den Bau eines ­Bibelgartens publiziert. «Diese Idee hatte unsere ehemalige Pfarrerin Marliese Sieber schon im Jahr 2000», sagt die Projektleiterin Margreth Bieri. Im Jahr 2018 wird die Kirchgemeinde ihr 500-jähriges Bestehen feiern, wofür die Idee wieder aufgegriffen wurde.

Oliven und Feigen

Zusammen mit vier Frauen hat Margreth Bieri das Konzept ausgearbeitet: Rund um die Kirche sollen unter anderem ein Apfel-, ein Oliven- und ein Feigenbaum sowie Reben, Lavendel und Tamariske gepflanzt werden. «In der Bibel werden rund hundertzwanzig Pflanzen erwähnt, wovon wir dreissig bis vierzig ausgewählt haben», sagt die Projektleiterin.

Die Gewächse würden beschriftet und mit der jeweiligen Bibelstelle verlinkt werden. Auch eine Broschüre mit Informationen sollen die Besucher mit auf den Weg bekommen. «Die Kirchenumgebung soll damit verschönert werden», sagt Margreth Bieri. Natürlich werde dabei dem Denkmalschutz Rechnung getragen.

Platz für Heimkehrer

Für das Projekt genehmigte die Kirchgemeinde ein Budget von 70 000 Franken. «Nebst dem Bibelgarten soll auch eine Be­gegnungszone entstehen», erklärt Vizekirchgemeindepräsident Fritz Minder. Dafür ist eine Pergola mit Sitzgelegenheiten am höchsten Punkt des Kirchgartens geplant. Denn das könne auch bei Hochzeiten gefragt sein, als Fotosujet oder als Plätzchen für einen Apéro.

«Wir haben keine Gastronomie und kein eigentliches Zentrum mehr in Lauperswil», sagt Minder. Für die Besucher der Kirche und des Friedhofs soll deshalb künftig die Kirchenumgebung als Ort der Begegnung dienen. Zusätzlich würde die Zufahrt zum Nebeneingang mit Reihenpflastersteinen erneuert, und somit entstünde ein befahrbarer Platz für den Ein- und Ausstieg von behinderten Besuchern.

«Geplanter Baustart ist im September oder im Oktober, sofern wir die nötige Baubewilligung erhalten», sagt der Vizepräsident. Der Garten werde dann im Frühling 2018 offiziell eröffnet. «Sobald die Blumen und Pflanzen wieder erwachen», sagt Margreth Bieri.

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