Zwei Mehrfamilienhäuser in Aussicht

Dürrenroth

Die Exekutive darf das Land unweit des Feuerwehrmagazins verkaufen. Die Gemeindeversammlung gab grünes Licht. Auch einen Investor gibt es schon.

Martin Burkhalter@M_R_Bu

Es ist wohl das letzte nutzbare Bauland im Besitz der Gemeinde: die Parzelle 32. Sie liegt unterhalb des Feuerwehrmagazins, ist 1670 Quadratmeter gross und wird eigentlich nur als Parkplatz für Lehrkräfte und die Feuerwehr genutzt.

Jetzt haben die 36 Anwesenden an der Gemeindeversammlung der Dürrenrother Exekutive einstimmig die Erlaubnis erteilt, das Land zu veräussern.

Schon im Herbst 2016 hat der Gemeinderat entschieden, die Parzelle anders nutzen zu wollen, sprich sie zu bebauen. Wie Gemeindepräsident Andreas Minder am Dienstagabend ausführte, sind mehrere Ideen vorhanden gewesen, die aber letztlich alle ausgeschlossen wurden.

So war etwa die Rede davon, die Parzelle für mehr Parkplätze oder als neuen Standort des Werkhofs zu nutzen. Letztlich war es laut Minder aber allen wichtig, dass dort etwas entsteht, das die Gemeinde weiterbringt, quasi eine Entwicklung in Gang setzt. So fiel die Entscheidung sehr bald auf Wohnraum.

Schnell sei aber auch klar gewesen, dass die Gemeinde das Projekt nicht selber realiseren werde, sagte Minder. Der zeitliche und finanzielle Aufwand wäre zu gross gewesen.

Zum Ortsbild passend

Da das Land im Perimeter der schützenswerten Ortsbilder liegt, müssen allfällige Neubauten besonders gut in das Dorfbild passen. Ein Team aus Fachexperten hat letztes Jahr ein für die kantonale Denkmalpflege genehmigungsfähiges Projekt ausgearbeitet.

Herausgekommen sind zwei grösstenteils aus Holz bestehende Mehrfamilienhäuser mit mehrheitlich 2½- und 3½-Zimmer-Wohnungen. Gekostet hat die Planung etwas mehr als 50'000 Franken.

Die Gemeinde klärte daraufhin mittels Umfrage das Interesse an solchen Wohnungen innerhalb der Gemeinde ab. Der Rücklauf sei eher bescheiden ausgefallen, sagte Minder. Nichtsdestotrotz hätten sich ein Investor und auch bereits mögliche Mieter beziehungsweise Eigentümer gemeldet. Der allfällige Investor will noch anonym bleiben.

Neue Praxisräume

Jedoch zeigten das Dürrenrother Hausärztepaar Christine und Theo Kurzen Interesse, sich in einem der beiden Häuser mit ihrer Praxis einzumieten und in eine der Eigentumswohnungen zu ziehen. «Noch ist nichts in Stein gemeisselt», sagte Andreas Minder und verschwieg nicht, dass er gerne mehr Interessenten hätte.

Er bat dann auch die Versammlung darum, bekannt zu machen, dass die Parzelle zum Verkauf stehe. Der Preis ist auf 170 bis 210 Franken pro Quadratmeter veranschlagt. Dies, damit der Gemeinde bei den Verhandlungen noch etwas Spielraum bleibe, falls noch weitere Planungskosten dazukämen.

Es gab nur wenige Voten aus dem Plenum. So wurde etwa gefragt, was mit den heutigen Parkplätzen auf der Parzelle passieren werde. Etwas länger ging die Diskussion über die Frage, was mit dem Geld aus dem Landverkauf getan werden soll. «Ich sage es ganz salopp», sagte Minder, «gebraucht ist es sofort.» Denn der Verkauf löse automatisch auch gleich wieder Investitionen aus.

Etwa, wenn eben anderswo Parkplätze gebaut werden müssten. Ein Votant hätte einen Teil von dem Geld deshalb gerne auf einem Konto gesehen, damit die Gemeinde später einmal wiederum Land kaufen könnte. Zum Schluss wurde man sich aber einig, dass eine Zweckgebundenheit zum jetzigen Zeitpunkt nicht klug wäre.

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