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Emotionen und Ausbrüche in virtuoser Interpretation

kirche GsteigIm Rahmen des Menuhin Festivals Gstaad fand das Konzert der Preisträger (2010) der Kiefer Hablitzel Stiftung statt. Kriszta Bencovics, Saxophon, Vladimir Guryanov, Klavier, Angieszka Kulowska, Violine, vermittelten Emotionen und Ausbrüche.

Einer vieler Höhepunkte des Menuhin Festivals Gstaad bildete das Kiefer Hablitzel Preisträgerkonzert in der Kirche Gsteig. Die Preisgewinner von 2010 (im Alter zwischen 23 bis 29), Kriszta Bencovics, Saxophon, Vladimir Guryanov, Klavier, Angieszka Kulowska, Violine, brillierten mit einem ausgereiftem Spiel an Emotionen und Ausbrüchen. Jung und leidenschaftlich, meist mit selbstsicherem Auftreten, überzeugten die jungen Künstler das gespannt lauschende Publikum. Langanhaltender Applaus bestätigte die vollbrachten Leistungen: die kompositorischen Vorgaben wurden technisch bestechend interpretiert und die Möglichkeiten der Instrumente voll ausgenutzt. Wie ein Spaziergang Mit seinem in Klang und Artikulation abgestuften Spiel brachte der Russe Vladimir Guryanov die Perspektivenvielfalt und Reflexionstiefe von Franz Schuberts Klaviersonate A-Dur überzeugend zum Ausdruck. Die Sonate wirkte wie ein musikalischer Spaziergang, Augen und Ohren für die Schönheiten der Welt zu öffnen, Vergänglichkeit in Erinnerung zu rufen. Sein russisches Temperament und Feuer entfaltete der junge Pianist Vladimir Guryanov in einer Auswahl aus Sergei Rachmaninovs «Moments Musicaux». Rasch und mit Feuer Aus acht Fantasiestücken, op. 12, die einen Klavierzyklus von Robert Schumann bilden, übertrugen Benkovics Krisztina und Magdolna Ott die poetischen Titel wie «Rasch und mit Feuer» auf Saxophon und Klavier. Argentinisches übertrugen die jungen Preisträgerinnen in «Histoire du Tango» von Astor Piazzolla, der den Tango von den Bordellen in Buenos Aires auf die internationalen Bühnen brachte. Temperamentvoll wurden Stationen der historischen Entwicklung des Tangos – Bordell (1900), Café (1930) und Nightclub – auf die Instrumente umgesetzt. Anpackend und die Facetten ihres Griffbretts auslotend – so präsentierte sich die Preisträgerin auf der Violine, Kulowska Agnieszka. Mitreissend und präg-nant wurde sie von Marcin Fleszar am Konzertflügel unterstützt. Virtuose, feurige Striche, wohltuende Melodien, experimentelle Klangformen wechselten mit rhythmisch-witzigen oder jazzigen Elementen, wie in Ravels Sonate G-Dur mit einem frech in der Mitte des Werkes platzierten Blues. Nach französisch-spanischem Charme überzeugte Kulowska Agnieszka. in der anspruchsvollen Partita für Violine und Klavier des Polen Lutoslawski. «Unglaublich, wie die jungen Künstler viele Empfindungen und Ausbrüche ins Publikum übertragen konnten», lobte eine Zuhörerin. Das Zeitgeschehen kam beim modernen Klassiker Lutoslawski bestens zum Ausdruck.Heidy Mumenthaler>

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