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Ende für Produktion in Luterbach

Die Schaffner AG stellt die Produktion in Luterbach ein. 21 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. An diesem Standort verbleibt damit noch die Kommandozentrale des Unternehmens sowie die Forschungsabteilung.

Aus für die Produktion: Am Hauptsitz in Luterbach werden noch 81 von 1700 Mitarbeitern der Schaffner Gruppe tätig sein.
Aus für die Produktion: Am Hauptsitz in Luterbach werden noch 81 von 1700 Mitarbeitern der Schaffner Gruppe tätig sein.
Beat Mathys

Erneut eine Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Solothurn: Die Schaffner Gruppe will ihre Produktion in der Schweiz einstellen, wie sie gestern mitteilte. 21 Mitarbeitende verlieren ihre Stelle. Für sie wird ein Sozialplan vorbereitet.

«Wegen des Nachfrageeinbruchs sind die Produktionsvolumen zu klein geworden, um in Europa zwei Produktionsstandorte für EMV-Filter aufrechtzuerhalten», sagt Schaffner-Chef Alexander Hagemann.

Bei diesen Filtern handelt es sich um Komponenten, die elektrische Geräte gegen elektromagnetische Strahlung abschirmen. Die Arbeit, die bislang in Luterbach erledigt wurde, wird ins ungarische Werk von Schaffner verlegt. «Dort haben wir eine deutlich höhere Mitarbeiterzahl und können effizienter produzieren», betont Hagemann.

Eine Zäsur

Die Verlagerung aller Produktionsaktivitäten ins Ausland stellt für das traditionsreiche Unternehmen einen Einschnitt dar. Den Höchststand an Mitarbeitern erreichte Schaffner in den 1980er-Jahren, als das Unternehmen inklusive Heimarbeitern rund 500 Mitarbeitende beschäftigte. Hagemann sagt zu diesem Schritt: «Dieser Entscheid mag zunächst als Zäsur erscheinen. Doch Luterbach bleibt zentral: Wir haben hier das wichtigste Entwicklungs- und Innovationszentrum der Gruppe», sagt er.

Zudem bleibe Luterbach der Hauptsitz der Gruppe. 81 Mitarbeitende sind weiterhin dort tätig. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 1700 Mitarbeiter. Hagemann glaubt nicht, dass die Gefahr besteht, dass plötzlich die Forschung und Entwicklung zu den Produktionsstandorten verlagert werden: «Europa bleibt nach wie vor ein wichtiger Absatzmarkt. Damit wir nahe der Kunden sind, müssen wir die Entwicklung auch hier belassen», sagt er. Und er fügt an: «Der Ausbildungsstand und die Kreativität unserer hiesigen Mitarbeiter sind so hoch, dass wir unmöglich darauf verzichten können.»

Schwarze Null als Ziel

Als Zulieferer der Maschinenindustrie leidet die Gruppe stark unter der aktuellen Krise: «Der Markt für Investitionsgüter ist nach wie vor sehr schwach», sagt Hagemann. Für Zuversicht sorgt dagegen der chinesische Markt, der laut Hagemann «boomt».

Das Geschäftsjahr von Schaffner endet Ende September. Hagemann bestätigte gestern seine frühere Prognose, wonach im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres ein annähernd ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werde. Im ersten Halbjahr resultierte ein Verlust von 8,8 Millionen.

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