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«Endspiel» am 23. Februar

HandballDer BSV Bern Muri hat bei der 24:30-Niederlage in Kriens-Luzern eine weitere Chance vergeben, seine Position im Kampf um einen Finalrundenplatz zu verbessern. Die Berner sind neu unter dem Strich klassiert.

Der HC Kriens-Luzern hat sich in den letzten Jahren zu einer respektablen Grösse im Schweizer Handball entwickelt. Erst 2007 sind die Innerschweizer in die NLA aufgestiegen. Nur drei Jahre später belegt Kriens-Luzern hinter dem unbestrittenen Tabellenführer Kadetten Schaffhausen den zweiten Platz. Unbezwingbar sind die Innerschweizer aber auch in deren Halle nicht. Der BSV Bern Muri, der im Kampf um einen Platz in der Finalrunde auf Punkte angewiesen ist, hätte in Kriens durchaus punkten können. Hätte. Die Berner verloren 24:30, damit nach den Niederlagen in Winterthur (27:36) und St.Otmar St.Gallen (32:37) das dritte Spiel gegen einen direkten Konkurrenten in Folge und sind unter den Strich gefallen. Vergebene ChancenSechs Tore mögen am Ende eine klare Differenz sein. Der BSV Bern Muri besass jedoch mehrfach die Gelegenheit, das Spiel in aus Berner Sicht günstigere Bahnen zu lenken. Nach 20 Minuten kassierte der Krienser Thomas Zimmermann beim Stand von 10:11 eine Zweiminutenstrafe. Einen Treffer erzielten die Gäste jedoch in dieser Überzahlphase nicht. Kurz vor der Pause scheiterte Tobias Baumgartner beim Stand von 13:15 am Krienser Torhüter Marius Aleksejev, und der frühere BSV-Spieler Benjamin Steiger erzielte das 16:13 für Kriens. Der BSV Bern Muri verschlief darauf den Start der zweiten Halbzeit und geriet mit fünf Toren Differenz (14:19) in Rückstand. Und doch bot sich nochmals die Gelegenheit, ins Spiel zurückzufinden. Eine Minute und 47 Sekunde lang konnte der BSV mit 6 gegen 4 Feldspielern agieren. Die Bilanz dieser Phase: 1:1 Tore. Immer wieder scheiterten die Gäste auch am überragenden Aleksejev, der mit 26 Paraden zum Matchwinner avancierte. «Wir müssen unsere einstudierten Spielzüge ausspielen, anstatt aus Halbchancen Tore erzielen zu wollen», ärgerte sich Alex Milosevic, der Trainer des BSV Bern Muri. «Und in Überzahl müssen die Spieler auch Verantwortung übernehmen wollen.» Milosevic war sich bewusst, dass sich die Berner am Strich in eine immer ungemütlichere Lage manövriert haben. «Die Lage spitzt sich zu. Wir haben nun vier Playoff-Spiele vor uns.» Weiter optimistischAus den Partien gegen Arbon (a/19.2.) und Stäfa (h/20.3.) dürfen vier Punkte budgetiert werden. Das Auswärtsspiel in Schaffhausen (2.3.) werden die Berner wohl verlieren. Zu einem «Endspiel» um die Finalrundenqualifikation wird die Heimpartie gegen den direkten Konkurrenten GC Amicitia am 23.Februar. «Entweder wir oder Amicitia fällt wohl in die Abstiegsrunde», sagte Milosevic. «Ich freue mich auf die Herausforderung in den kommenden Spielen und bin immer noch optimistisch, dass wir in die Finalrunde einziehen.» Auch Thomas Hofstetter rechnet damit, im Frühling noch zweimal gegen die Berner anzutreten. «Der BSV ist in ein kleines Tief geraten. Aus diesem findet er wieder hinaus», meinte der Krienser Rückraumspieler, der in der kommenden Saison für den BSV Bern Muri spielen wird. Worte aber gewinnen keine Punkte. Gefordert sind von den Bernern in den nächsten Wochen bessere Leistungen auf dem Feld. So wie im Cup-Viertelfinal vom 2. Februar, als sie St. Otmar mit 31:28 bezwangen. Der Druck, diese zu zeigen, ist mit der Niederlage in Kriens wieder ein Quantum grösser geworden. Reto Pfister>

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