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Energieplan: Ball liegt jetzt beim Kanton

Region ThunDer Energierichtplan der Gemeinden Thun, Steffisburg, Uetendorf und Heimberg wurde dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht und soll Anfang 2012 in Kraft gesetzt werden. Er stiess bei den beteiligten Gemeinden auf grosse Akzeptanz.

Die Stadt Thun und die Gemeinden Steffisburg, Heimberg und Uetendorf haben nach kantonalen Vorgaben gemeinsam einen überregionalen Richtplan Energie erarbeitet (wir berichteten mehrmals). Er schafft wichtige Leitplanken für eine koordinierte Energiepolitik der vier Gemeinden und befasst sich mit der Produktion und Versorgung der Gemeinden mit Wärme und Strom. Letzten Herbst konnten sich Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Parteien im Rahmen einer öffentlichen Mitwirkung dazu äussern. 27 Eingaben wurden gesamthaft eingereicht – sie kamen mehrheitlich von Organisationen und Parteien. Die meisten Eingaben unterstützen die Ziele des Richtplans, Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bezog auch die Energieversorger ein. «Dies wurde begrüsst», schreibt die Stadt in einer gestern verschickten Mitteilung. Einzelne Anregungen und Ergänzungen seien nun aufgenommen worden. Nah- und Fernwärme fördern Die Mitwirkung habe insbesondere Anpassungen im Bereich der Massnahmen ergeben. «Es wurden einzelne neue Massnahmen zur Förderung der Fern- und Nahwärme sowie von Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen aufgenommen», schreibt die Stadt Thun. Für gewisse Fernwärmegebiete war ein Anschlusszwang in der Stadt Thun postuliert. Dieser falle weg. Grund: Der Richtplan ist für die beteiligten Behörden jetzt schon verbindlich, aber für die Grundeigentümer noch nicht. Wie sie den Plan umsetzuen, «wird erst bei Revisionen der Bauordnungen und Zonenpläne in den Gemeinden zu bestimmen sein». Ausnahme ist Steffisburg: Hier wird an einem Anschlusszwang für bestimmte Gebiete festgehalten. «Plan erfüllt Anforderungen» Der Richtplan wurde aufgrund der Mitwirkungseingaben überarbeitet und von den Gemeinderäten Ende Juli zur Vorprüfung an den Kanton weitergereicht. Die beteiligten Gemeinden sind überzeugt, dass sie mit diesem Richtplan eine wichtige Weiche in die Energiezukunft gestellt haben. Der Richtplan erfülle die Anforderungen an jene Energiepolitik, die von Bund und Kanton gefordert werde und nach den tragischen Ereignissen im japanischen Fukushima noch bedeutender geworden sei. Das grosse Projekt sei zudem eine Chance für einen effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen (vgl. Kasten). Weiter könnten regionale Firmen durch die Förderung erneuerbarer Energien und bald nötige Gebäudesanierungen profitieren, schreibt die Stadt weiter. Warten auf eine Antwort Der Mitwirkungsbericht ist öffentlich und kann auf der Webseite des Planungsamtes (siehe Hinweis am Ende des Texts) eingesehen werden. Thun, Steffisburg, Heimberg und Uetendorf erwarten diesen Herbst die Stellungnahme des Kantons. Dass der Richtplan schon Anfang 2012 in Kraft gesetzt werde, sei durchaus möglich. Der Zeitpunkt hänge aber nicht zuletzt auch von den Ergebnissen der Vorprüfung ab.pd/ddtwww.thun.ch/stadtplanung, Rubrik «Aktuelle Planungen», «Öffentliche Mitwirkungen».>

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