Engagierter Einsatz zum Wohl der Forellen

Wimmis

Den nationalen Tag der Fischerei nutzte der Fischereiverein Spiez zum Vorteil der Forellen im Dorfbach.

Ein Stein für natürliche Schwellen im Wimmiser Dorfbach kommt geflogen. Sie nehmen es mit Humor (von links): Beat Rieder, Leiter Fischereiaufsicht Kreis 2, Heinz Stäuble,freiwilliger Fischereiaufseher, und das Vereinsmitglied Eduard Zehr.

Ein Stein für natürliche Schwellen im Wimmiser Dorfbach kommt geflogen. Sie nehmen es mit Humor (von links): Beat Rieder, Leiter Fischereiaufsicht Kreis 2, Heinz Stäuble,freiwilliger Fischereiaufseher, und das Vereinsmitglied Eduard Zehr.

(Bild: Guido Lauper)

«An die 3500 bis 4000 Stunden Fronarbeit leisten unsere Mitglieder jährlich», weiss Beat Schlapbach, Präsident des Fischereivereins Spiez. Über 140 Stunden davon arbeiteten zwanzig von ihnen am Samstag zur Verbesserung der Lebensgrundlagen für Forellen im Dorfbach Wimmis. Sie taten dies exakt am vierten schweizerischen Tag der Fischerei, an dem kantonale Fischereiverbände und regionale Fischereivereine an die Öffentlichkeit treten.

Grades renaturieren

«Auf Anfrage von Beat Rieder, Leiter Fischereiaufsicht Kreis 2, – der vor Ort selbst kräftig Hand anlegte – renaturierten unsere Leute den Unterlauf des Dorfbaches auf einer Länge von 200 Metern zwischen dem Herremätteli und der Mündung in die Simme», erklärte Beat Schlapbach nach getaner Arbeit.

Neu angelegte Schwellen aus Steinen reduzieren die Fliessgeschwindigkeit. Baumstrünke, Astwerk, Sträucher und Totholz schaffen erweiterte Lebensräume für die Forellen. Dies als Antwort auf ein früheres Verständnis des Hochwasserschutzes, als Bach- und Flussläufe begradigt worden waren. Zum Transport der Steine und Baumstrünke stellten Mitglieder des Fischereivereins «schweres Gerät», sprich einen Traktor, zur Verfügung.

Der vom Kanton Bern bewirtschaftete Dorfbach unterstehe der kantonalen Fischereiaufsicht und sei privat verpachtet, weiss Beat Schlapbach. Die Freiwilligeneinsätze bezeichnet er als Volontärarbeit, die den Fischen wie der übrigen Natur gleichzeitig diene. Als kleine Entschädigung für den Einsatz am Samstag sponserte der Kanton das Mittagessen unter freiem Himmel.

Der Fischereiverein Spiez mit rund 200 Mitgliedern versteht als seine Hauptaufgabe die Aufzucht von Bachforellen aus über 70'000 erbrüteten Eiern pro Jahr im ganzen Kandertal. Als Treffpunkt betreibt er die Fischerhütte zwischen Mülenen und Reichenbach nahe der Kander. Zur Mitfinanzierung seiner Aufgaben lädt der Verein seit 13 Jahren in Spiez jeden ersten Samstag im Monat zu frittierten Zanderfilets an der Bahnhofstrasse gegenüber der Post ein. Zur weiteren Tätigkeit gehören Fischereikurse für Anfänger und fortgeschrittene Angler. Petri Heil.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt