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Entschärfung der Krise in Raten

bielDie Krise in der Bieler Liegenschaftsverwaltung ist vorübergehend entschärft. Wer den vakanten Chefposten besetzen soll, will Stapi Hans Stöckli nicht mehr entscheiden.

«Die personellen Probleme bei den Liegenschaften der Stadt Biel sind entschärft, aber noch nicht gelöst», sagt Urs Stauffer, der Präsident des Personalverbandes der Stadt Biel. Während auf der Personalebene zwei neue Stellen für Entspannung sorgten, sieht Stauffer nach wie vor Fragezeichen auf der Führungsebene. Seit Januar war Beat Grütter, der damalige Leiter der Liegenschaftsverwaltung, krankgeschrieben. Im Mai kündigte er seinen Abgang per Ende Jahr an. Da Grütter nun bereits eine neue Stelle als Verwaltungsdirektor in Zermatt angetreten hat, ist er vorzeitig von den Gehaltslisten der Stadt Biel verschwunden. Für die Liegenschaftsverwaltung sollte sich damit ein turbulentes Kapitel schliessen. Kurz nach seiner Übernahme der Geschäftsleitung im Jahr 2006 hatte sich Grütter mit seinem damaligen Stellvertreter Renzo Quattropani überworfen. Der Streit hatte den Abgang von Quattropani und drei weiteren Mitarbeitern zur Folge. Mit einer Prügelei im Treppenhaus der Verwaltung machte Grütter 2007 Schlagzeilen. Das Gericht verurteilte unterdessen seinen Kontrahenten, Grütter treffe keine Schuld. Auch jetzt, nachdem er seine neue Stelle in Zermatt angetreten hat, will sich Grütter nicht zu den Gründen seiner Krankschreibung äussern. Zur Ruhe kam die Liegenschaftsverwaltung bis heute nicht. Nach Grütters Ausfall äusserte sich der Personalverband besorgt ob der Situation bei der Liegenschaftsverwaltung. Übergangslösung dauert an Seit Januar leitet Grütters Stellvertreter Holger Kaletsch die Abteilung Liegenschaften. Die Verantwortung für die grossen Projekte «Agglolac», «Stades de Bienne», «Esplanade» und «Gygax-Areal» sowie für die Nachfolgeregelung von auslaufenden Baurechtsverträgen ist auf Mandatsbasis an den Raumplaner Georg Schärrer übertragen worden. Beide Besetzungen hat der Gemeinderat als befristete Übergangslösungen gutgeheissen. Um einer Motion der Geschäftsprüfungskommission des Stadtrates nachzukommen, genehmigte der Gemeinderat zwei zusätzliche Stellen zur Entlastung der überforderten Liegenschaftsverwaltung. Schärrers Mandat wurde unterdessen um ein Jahr bis Juni 2011 verlängert und Grütters Chefposten ausgeschrieben. «Die Arbeit bei der Liegenschaftsverwaltung ist angenehmer als auch schon», meint Stauffer vom Personalverband. Die beiden neuen Stellen seien dringend nötig gewesen. Weiteren Handlungsbedarf sieht Stauffer bei der Führungsebene: «Solange der Chefposten nur ad Interim besetzt ist, stellen sich immer wieder Kompetenzfragen.» Noch keine «Perle» gefunden Als Finanzdirektor ist Hans Stöckli für die Neubesetzung zuständig. Er nennt den vakanten Chefposten bei der Liegenschaftsverwaltung «eine der wichtigsten Funktionen der Stadt». Dass die Personalie immer noch nicht geklärt wurde und Kaletsch die Geschäfte noch immer ad Interim führt, begründet Stöckli denn auch mit der Wichtigkeit der Angelegenheit. «Weil ich bis heute die wahre Perle noch nicht finden konnte, habe ich in Absprache mit dem Gemeinderat entschieden, die Leitung der Abteilung Liegenschaften durch meine Nachfolge bestimmen zu lassen», erklärt Stöckli. Er verlängerte darum Ende August Kaletschs Interimsleitung bis Juni 2011. Ob mit der Verlängerung der Übergangslösung auch Missstände in die Verlängerung müssen? Kaletsch ist für eine Einschätzung nicht erreichbar. Schärrer, der das Mandat für die Grossprojekte wahrnimmt, sagt zur personellen Situation: «Sie ist quantitativ gut, qualitativ aber noch nicht». re/bt>

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