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Er hat die Spitze erreicht

triathlonSamuel Hürzeler hat mit dem Sieg am Inferno-Triathlon bewiesen, dass er im Ausdauersport das Mass der Dinge ist. Der Steffisburger blickt auf eine gigantische Saison zurück.

Als der führende Samuel Hürzeler am Inferno-Triathlon die letzten Serpentinen unter die Füsse nahm und voller Glückshormone dem Schilthorn entgegenblickte, wusste er wieder, warum er seinen trainingsintensiven Sport so leidenschaftlich betreibt: «Auf einmal fiel die ganze Anspannung weg, ich erlebte die letzten Meter des schweisstreibenden Aufstiegs in einem tranceähnlichen Zustand. Es war einfach wunderbar», sagt der 27-jährige Steffisburger am Tag nach seinem Triumph auf dem Piz Gloria. Lob vom Gigathlonkönig Mit dem Sieg am Inferno-Triathlon setzte Hürzeler ein weiteres Ausrufezeichen. Vor zwei Monaten hatte der Ausdauersportler als Singleathlet den Gigathlon gewonnen. «Ich bin offensichtlich keine Eintagsfliege», sagt der Oberländer mit einem Schmunzeln. Was ihn freut: «Am Schilthorn habe ich meinen Rivalen Marc Pschebizin sportlich geschlagen.» Im Wallis hatte der Deutsche den Gigathlon-Wettkampf nach dem zweiten Tag wegen einer Verletzung aufgegeben. «Samuel Hürzeler ist im Ausdauersport das Mass der Dinge. Er wird die nächsten Jahre dominieren», sagt Gigathlonkönig Roger Fischlin. Der dreifache Singletriumphator begründet die Lobeshymne: «Hürzeler trainiert äusserst diszipliniert. Er hat reichlich an Erfahrung gewonnen. Das macht sich nun bezahlt.» Hürzeler selbst führt die Erfolge hauptsächlich auf sein Sportlehrerstudium zurück, das er im vergangenen Jahr abgeschlossen hat. «Die Sportwissenschaft hat mir in der Trainingslehre zahlreiche Ideen vermittelt. Ich sah mich dabei als Versuchskaninchen und habe vieles ausprobiert. So konnte ich das Maximum aus dem Trainingsaufwand herausholen.» Für Samuel Hürzeler ist die Saison zu Ende. Er freut sich auf entspannende Tage beim Wellenreiten auf dem Atlantik. An Weihnachten will sich der Steffisburger entscheiden, welche Ziele er in nächster Zukunft anpeilt. «Vielleicht wird ein Ironman-Triathlon zum Thema», verrät Hürzeler. Das sind 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen. An die Teilnahme an einem Triathlon im Rahmen von Olympischen Spielen (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) verschwende er keinen Gedanken. «In diesen kurzen Distanzen bin ich zu langsam», sagt Hürzeler. Steinböcke am Augstmatthorn Bis sich Hürzeler neue Ziele setzt, will er vor allem eines: «geniessen». Erinnerungen seien schöner als jede Goldmedaille. Wenn er zurückdenke an den Gigathlon in Turtmann, wo die Menschen beim Zieleinlauf Spalier standen, bekomme er wieder eine Gänsehaut, sagt Hürzeler. Aber auch das Apex-Race vor drei Monaten hatte ihm einen unvergesslichen Moment beschert: «Beim Aufstieg auf das Augstmatthorn versperrten mir 20 Steinböcke den Weg.» An ihnen vorbeizukommen war für Samuel Hürzeler weitaus schwieriger als an den Gegnern am Schilthorn.Thomas Wälti>

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