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«Er war ein bescheidener Mensch, ein Mann der Taten»

eggiwilDer 2004 verstorbene Paul Berger hat 14 Geschichten geschrieben. Diese Erzählungen wurden nun in

«Ich wünsche mir, dass die Umschläge des Buchs ‹Erinnerige us emene Pfarrhuus› durch das zahlreiche Lesen richtiggehend abgegriffen werden», sagte Pfarrer Ueli Schürch an der Vernissage des Buches «Erinnerige us emene Pfarrhuus» in der Kirche Eggiwil. Das Buch enthält 14 Mundartgeschichten, geschrieben vom 2004 verstorben Paul Berger, ehemaliger Pfarrer in Eggiwil. Eindrücklich berichtete Willi Burgherr, ein langjähriger Freund, über das Leben von Paul Berger. Als junger Mann verschloss der Autor die Augen nicht vor den sozialen Missständen, sondern liess sich nebenberuflich zum Sozialarbeiter ausbilden. Im Jahre 1960 entschloss er sich, die Ausbildung zum Pfarrer zu absolvieren. Der 1920 geborene Paul Berger zog daraufhin mit seiner Familie nach Eggiwil, wo er von 1964 bis 1972 als Pfarrer amtete. «Er war ein bescheidener Mensch, ein Mann der Taten, der glaubte, was er erzählte», hielt Burgherr fest und fügte hinzu: «Obwohl Paul Eggiwil liebte, zog er 1972 nach Grossaffoltern.» Dort widmete er sich nebst der Arbeit als Gemeindepfarrer den Häftlingen in den Strafanstalten Witzwil, St.Johannsen und Thorberg. «Für Paul gab es keine schlimmen Menschen, sondern nur Entgleiste. Er beschäftigte sich mit Randgruppen und setzte sich für die Schwachen ein.» Als Leiter des Amtes für Drogenfragen in den Achtzigerjahren baute der Pfarrer die kirchliche Drogenpolitik auf. Soziales Verständnis Willi Burgherr, welcher bei der Migros als Personalchef tätig war, lernte Paul Berger als hartnäckigen und unnachgiebigen Bittsteller kennen: «Er fand, dass die Migros doch genügend Arbeitsstellen hätte, um diese den Strafentlassenen anzubieten. So kamen wir uns näher. Er, mit seinem sozialen Verständnis, tat mir eine neue Welt auf, und aus der Zusammenarbeit entstand eine tiefe Freundschaft.» Kurz vor seinem Tod im Jahre 2004 legte Paul Berger seinem Freund ans Herz, dass er doch die Geschichten, welche er über seine unvergessliche Zeit in Eggiwil geschrieben habe, in einem Buch veröffentlichen möge. Dank der Unterstützung von Heinrich Schütz und Peter Schrank ist es gelungen, den Berchtold-Haller-Verlag als Herausgeber zu gewinnen. Die 14 Geschichten sind in urchiger Emmentaler Mundart geschrieben. Die Erzählungen sind bewegend, ergreifend, aber durch die Eigenarten der Menschen, die uns darin begegnen, auch erheiternd. Die im 101 Seiten umfassenden Werk aufgeführten, lebensnahen Geschichten, zeigen immer wieder auf, wie sich Paul Berger für seine Gemeindebürger einsetzte. Christine Mader«Erinnerige us emene Pfarrhuus», von Paul Berger. Berchtold-Haller-Verlag, Bern. >

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