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Erfolg: Alle Roboter fuhren

Zwölf Kinder hatten die Möglichkeit, an der Oberstufenschule Progymatte einen Roboter zu bauen. Es galt, die Navigationsbefehle zu programmieren.

78 Kinder hatten sich für Lego-Roboter «Mindstorms», eines der neuen Angebote des Thuner Ferienpasses, angemeldet. Nur zwölf konnten dann auch daran teilnehmen. «Es waren die ersten zwölf, die den Kurs als Erstwunsch eingetragen hatten», erklärte Silvia Wyss vom Thuner Ferienpass. Sie hofft, dass der Kurs im nächsten Jahr mehrfach durchgeführt werden kann. «Insgesamt standen den Kindern in diesem Sommer 183 Angebote zur Auswahl, und gegen 1600 – so viele wie noch nie – hatten sich zur Teilnahme angemeldet», ergänzte sie. Die ersten Schritte Spielerisch lernten die Kinder die Grundsätze der Robotik zu verstehen und anzuwenden. Dazu stellte die Oberstufenschule Progymatte ihre sechs Geräte zur Verfügung, die unter anderem in Informatiklektionen und als Kursmaterial für besonders begabte Schüler benutzt werden. Luc König, Lehrer an der OS Progymatte, hat die Ausbildung auf Lego-Roboter abgeschlossen und erklärte den Teilnehmenden die ersten Schritte. Als Erstes musste der Roboter zusammengebaut werden. Da hatte Livio Steiner aus Heimberg schon ein kleines Problem. «Lukas Zaugg und ich hatten ein Teilchen falsch eingesetzt. Da lief natürlich nichts», sagte der Lego-Fan. Daheim habe er viele Lego-Modelle, aber Lego und Roboter seien für ihn noch Neuland gewesen. Es sei aber faszinierend, stellte er fest. Befehle ausführen Gesten bestand die Aufgabe darin, den Roboter nach Befehlen fahren zu lassen. Die Kinder arbeiteten paarweise im Team. Marius Schär und Fabian Beutler haben daheim bereits ein «Mindstorm»-Gerät und hatten kaum Probleme. Sie freuten sich vor allem, unter Anleitung des Fachmannes neue Erfahrungen zu sammeln. «Robotern Befehle geben, und das funktioniert – das macht Spass», äusserte sich das einzige Mädchen der Gruppe, die achtjährige Zoe Egli aus Hünibach. Sie arbeitete mit David Siegenthaler aus Thierachern zusammen. Dann forderte Luc König: «Schaut bitte mal nach vorne. Der Computer kann mit dem Roboter kommunizieren. Dank Sensoren kann dieser hören, sehen und Entfernungen erkennen. Ich zeige euch, wie man mehrere wiederkehrende Befehle eingibt, indem man eine Schleife bildet. Dabei kann noch ein ‹wenn und aber› angefügt werden – sinngemäss: Wenn es regnet, nimmst du den Schirm, bei Sonnenschein die Badehose», erklärte er. Mit Erfolgserlebnis Nun sollte der Roboter eine einprogrammierte Strecke vorwärtsfahren, stoppen, warten, 360 Grad wenden, zurück zum Start fahren und eine Fanfare ertönen lassen. «Ich hab es geschafft», jubelte Joshua von Gunten aus Steffisburg. Nach den Fehlschlägen vom Vortag hatte er gestern ein grandioses Erfolgserlebnis. «Der machte wirklich alles, was ich von ihm wollte», staunte er. Alle Kinder erreichten das gesteckte Ziel, bevor der Roboter wieder auseinandergenommen, die Teilchen gezählt und fein säuberlich versorgt wurden. Verena Holzer >

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