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Erfolg für die Frauen – und für Bern

Historisches tat sich gestern: Das Parlament sorgt für eine Frauenmehrheit

Mit der Wahl der Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga (SP) und des Unternehmers Johann Schneider-Ammann (FDP) sitzen nun drei Männer und vier Frauen in der Schweizer Landesregierung. Besonders gross war gestern die Freude in Bern, stammen doch beide aus dem zweitgrössten Kanton der Schweiz. Mit der Wahl sehen die Politologen die Konkordanz gestärkt. Das Parlament habe auf zwei integrative, lösungsorientierte Persönlichkeiten gesetzt, die die Kollegialität im Bundesrat wieder verbessern könnten. Doch auch die mit ihrem Kandidaten Jean-François Rime unterlegene SVP muss sich nicht grämen. Die Partei könne nun wie geplant in den Wahlkampf 2011 ziehen: Sie habe ihren Kampfeswillen demonstriert – und gleichzeitig darauf hingewiesen, dass sie im Bundesrat nach wie vor untervertreten sei, ist der Berner Politologe Adrian Vatter überzeugt. Noch ist offen, welche Departemente die beiden Neuen übernehmen werden. Der Kampf dürfte sich vor allem um das Infrastrukturdepartement Uvek drehen, wird dieses doch von den Sozialdemokraten und den Christdemokraten beansprucht. Spannend wird auch die Nachfolgeregelung für die beiden Berner Parlamentarier. Die SP will den Ständeratssitz von Sommaruga verteidigen. Doch auch SVP und FDP werden zur Ersatzwahl am 13.Februar antreten. Die Grünen planen eine gemeinsame Kandidatur mit der SP. Wer anstelle von Johann Schneider-Ammann in den Nationalrat nachrutscht, steht noch nicht fest. Erster Ersatz ist der 2007 abgewählte Bieler Nationalrat Marc F. Suter. gr/ue Seite 2–7 >

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