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Eriz: Geschichten und Histörchen aus 400 Jahren

erizDie Vernissage des Buches «Eriz. Zwischen alter und neuer Zeit» lockte viel Publikum in das Schulhaus Bieten.

Bauern gehen nicht allzu oft unter die Schriftsteller. Doch der 74-jährige Alt-Landwirt Daniel Aeschlimann wagte es und präsentierte am Samstag im Schulhaus Bieten dem grossen Publikum sein Erstlingswerk «Eriz. Zwischen alter und neuer Zeit.» Drei Bücher in einem Es handle sich genau genommen um drei Bücher zwischen zwei Buchdeckeln, sagte Peter Rychiger, Unternehmer und Alt-Grossratspräsident (FDP), der die Laudatio auf das Buch hielt. In Aeschlimanns Werk seien nämlich gleichzeitig eine Familienchronik, ein Geschichtsbuch sowie ein Buch über Geschichten enthalten. Das Buch zeige die Auswirkungen von geschichtlichen Ereignissen seit dem 17.Jahrhundert auf die Menschen im Zulgtal – «halt aus Sicht von Bauern, Kühen und Bergbauern», fügte Rychiger an. Er hoffe sehr, dass möglichst viele Menschen das Buch lesen, schloss er. Der Autor bewies bei der Lesung gleich selber, dass Rychiger mit dem Vergleich der drei Bücher in einem Buch den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Seine Familie habe früher zu den sogenannten Kühern gehört: «Diesen Berufsstand gibt es heute in dieser Form nicht mehr.» Im 19.Jahrhundert aber sei die Milchwirtschaft in der Hand der Küher gewesen. Im Sommer haben diese auf der Alp Käse produziert und den Winter dann im Unterland bei anderen Bauern verbracht. Die Bauern im Unterland haben nur zwei, drei Kühe zur Selbstversorgung gehabt. Aeschlimann zeigte dann aber auch auf, wie die grosse Politik auf seine Vorfahren einwirkte. Damit die Milchwirtschaft erhalten blieb, habe nämlich die Berner Obrigkeit im Jahr 1816 verschiedene Massnahmen zugunsten der Küher erlassen. So habe die Regierung den Kühern im Falle eines militärischen Aufgebots nicht mehr alle Söhne und Knechte wegnehmen können. Kurvenreiche Eriz-Strasse Aber auch Geschichtchen zum Schmunzeln las Aeschlimann aus seinem Buch vor. So rief er in Erinnerung, dass die alte Eriz-Strasse über 99 Kurven und einen «Chrump» verfügt habe. Weil zwei Fahrzeuge kaum hätten kreuzen können, habe man oft rückwärts fahren müssen. So habe er einmal fünf Viertelstunden gebraucht, um mit der Viehbänne auf die Schwarzenegg zu gelangen. Samuel KrähenbühlDas Buch «Eriz. Zwischen alter und neuer Zeit» wurde vom Weber-Verlag, Thun verlegt. Es ist beim Verlag oder im Buchhandel erhältlich. >

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