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Erste Pisten-Bilanz ist positiv

RekordeZum Jahreswechsel hat Frau Holle ihren Segen über den Schweizer Alpen reichlich ausgeschüttet. Was die einen stört, freut die anderen.

So grün die Matten derzeit im Mittelland auch sind: Im Gebirge liegt dreimal so viel Schnee wie sonst zum Jahreswechsel üblich. Und das hatte kurzzeitig zu Problemen geführt. Wegen Lawinengefahr musste die Matterhorn-Gotthard-Bahn ihren Betrieb am Oberalppass einstellen, ebenfalls geschlossen war der Autoverlad an der Furka. Der Autoverlad am Lötschberg war auf Notbetrieb umgestellt und die Walliser Täler Goms und Lötschental waren für den Verkehr gesperrt. Wegen eines Schneebretts war zudem die Brünigstrecke der Zentralbahn an Silvester unterbrochen. Die Züge von Interlaken über den Brünig nach Luzern fielen zwischen Meiringen BE und Giswil OW aus, bis Schnee von den Schienen geräumt war. Spätestens gestern waren die Bahnverbindungen aber wieder offen. Freude bei Touristikern Während die Schneemassen Schienen- und Strassenverkehr hemmten, rieben sich die Tourismusverantwortliche in Schweizer Wintersportorten die Hände. «Man gönnt sich weiterhin etwas», konstatierte Frédéric Füs-senich, Tourismusdirektor Engelberg-Titlis, gestern. Die Restaurateure hätten ausgabenfreudige Gäste begrüsst. Überhaupt seien die Touristen über die Festtage wenig «preissensitiv». Die «Sparfüchse» kämen erst später. Zu den Weihnachtstagen seien die Hotels in der Obwaldner Destination zwar nicht voll ausgebucht gewesen. Über Neujahr hätten die Hoteliers dann aber «full house» gemeldet und auch die erste Januarwoche lasse sich prächtig an. Zum Erfolg hätten dank gutem Wetter in der Altjahreswoche viele Tagestouristen beigetragen, sagte Füssenich. Die Region Gstaad im Berner Oberland meldete in einer Zwischenbilanz «ein zufriedenstellendes Stimmungsbild». Mehr als die Hälfte der Hotels verbuchte gleiche oder höhere Umsätze als im Vorjahr, etwa ein Viertel einen leichten Rückgang. Dabei genoss das tiefere Preissegment klar den Vorrang. Eine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA in einigen ausgewählten Orten förderte zutage, dass der 28. Dezember mancherorts gar ein Rekordtag war. So in Verbier VS, Nendaz VS, Leysin VD sowie Flims, Laax und Falera in Graubünden. Als «unglaubliche Spitze» bezeichnete der Tourismusdirektor Pierre-Alain Morard aus Leysin VD den Rekordmittwoch. Man habe nicht mehr gewusst, wohin mit den Leuten. In Villars VD zerstreuten die Gästemassen die Furcht vor einer Flaute wegen Wirtschaftskrise und fehlenden Schnees. Auf den Pisten tummelten sich die Gäste massenweise. Einige Bergrestaurants verzeichneten die höchsten Frequenzen seit zehn Jahren. Einziger Wermutstropfen: das schlechte Wetter zu Jahresende. Darüber beschwerte sich auch der Verband Bergbahnen Graubünden, der 23 Transportunternehmen im Kanton vereint. Er spricht gar von einem «drastischen Rückgang» der Gäste. sda>

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