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Erstmals in dieser Saison Pfiffe in der Ilfishalle

eishockeyDie SCL Tigers haben gegen die Rapperswil-Jona Lakers enttäuscht und 2:3 verloren. Der Verband lehnte das Gesuch, Goalie Benjamin Conz verspätet an die U-20-WM reisen zu lassen, ab. ;eishockeyLead

25 von 30 möglichen Punkten hatten die SCL Tigers vor dem gestrigen Vergleich mit den Rapperswil-Jona Lakers gegen die unter dem Strich rangierten Equipen (Biel, Lugano, Lakers, Ambri) gewonnen. Mit der 2:3-Heimniederlage verpassten sie, diese Bilanz auszubauen. In der Langnauer Garderobe war die Stimmung nach dem Spiel denn auch gedrückt. Trainer John Fust, der sich nach der Niederlage gegen den SCB nicht eben gesprächsbereit gezeigt hatte, mied die wartenden Reporter erneut. Stürmer Daniel Steiner nahm derweil kein Blatt vor den Mund. «Wer so überheblich spielt, muss gar nicht erst enttäuscht sein. Dieser emotions- und leidenschaftslose Auftritt ist unerklärlich und schockierend.» Wenig Tempo und Präzision Heute bedarf es beim Tabellenschlusslicht Ambri gewiss einer markanten Leistungssteigerung, wollen die Emmentaler die gestrige Scharte auswetzen. Sie zeigten eine enttäuschende Darbietung; es mangelte an Tempo, Präzision und Kreativität. Die Schwächen der verunsicherten Lakers – sie waren zuvor in neun der letzten zehn Partien als Verlierer vom Eis gegangen – vermochten sie nicht auszunutzen. Trainer Christian Weber feierte den ersten Saisonsieg gegen seinen langjährigen Arbeitgeber, die Leistung der Langnauer quittierten die 4525 Zuschauer erstmals in dieser Saison mit Pfiffen. Dabei hatten die Gäste zunächst Schützenhilfe geboten. Lukas Haas erzielte in der 19.Minute den Führungstreffer; mit einem Schuss aus spitzem Winkel düpierte er Rapperswils Goalie Daniel Manzato, welcher eine sehr unglückliche Figur abgab. Die Fehlerquote jedoch blieb auch in der Folge erstaunlich hoch. Siren gelang mit einer sehenswerten Einzelaktion der Ausgleich (33.); nach 58 Sekunden im Schlussdrittel war er erneut erfolgreich. Nach dem 1:3 Suris (52.) stellte Fust die Linien um; sein taktischer Schachzug sollte die Wirkung nicht verfehlen, mehr als Steiners Anschlusstreffer resultierte aber nicht. «Wir haben zu wenige Checks ausgeteilt. Ich hoffe, dass nun alle begriffen haben, dass wir mit solchen Leistungen gegen jede Mannschaft verlieren», erklärte Steiner. Verband lehnt Gesuch ab Derweil hat der nationale Eishockeyverband das Langnauer Gesuch, Goalie Benjamin Conz erst nach den Derbys gegen Biel und Bern (21. und 23.Dez.) an die U-20-WM (26.Dez. bis 5.Jan.) in die USA reisen zu lassen, abgelehnt. Im Sinne der Fairness gegenüber den anderen Vereinen könne keine Sonderregelung angewendet werden. Tigers-Sportchef Ruedi Zesiger will sein Anliegen nochmals vortragen – die Verbandsverantwortlichen werden sich indes kaum umstimmen lassen. Conz wird am 18.Dezember nach Nordamerika fliegen und vier Spiele verpassen. Zesiger sieht sich im Ausland nach Ersatz um. Mit einer ligainternen Lösung rechnet er nicht, «aufgrund der Tabellenlage wird uns niemand helfen». Die Emmentaler verzichteten zudem, das Gesuch um Verschiebung der Heimspiele gegen Bern und Ambri (2.Jan.) zu stellen. Einerseits sind diese Partien wirtschaftlich attraktiv – das Derby ist nahezu ausverkauft –, andererseits wäre ein solches wenig erfolgversprechend, müssten doch neben dem Torhüter auch drei Feldspieler für die U-20-WM selektioniert werden, damit eine Verschiebung beantragt werden kann. Philipp Rindlisbacher;>

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