Zum Hauptinhalt springen

«Es ist schöner, aufzuhören, wenn es noch Spass macht»

Am Wochenende gab die irische Singersongwriterin Shirley Grimes in der Alten Taverne Adelboden mit der Band The Insiders ihr Abschiedskonzert. Es war ein würdiger Abschluss für eine fruchtbare und langjährige Partnerschaft.

Ihre Stimme ist warm, herzlich und zugleich etwas melancholisch. Ihre Texte sind ehrlich und unumwunden. Wer sie erst einmal live hört, wird sich ihrem Bann nur schwer entziehen können. Die Rede ist von Shirley Grimes, der Irischen Folk Singersongwriterin, die – zur Bereicherung der nationalen Musikszene – seit vielen Jahren in der Schweiz lebt und am Samstag in der alten Taverne in Adelboden zum letzten Mal gemeinsam mit der Band The Insiders auftrat. Bewährte Partnerschaft Grimes und The Insiders verbindet eine langjährige Bühnenkarriere. Seit zehn beziehungsweise zwölf Jahren tritt die Exil-Irin mit den vier Musikern auf. Nur einer, Drummer Sam Baur, ist erst seit drei Jahren mit von der Partie. Die Formation Grimes und The Insiders, funktioniert. Das Zusammenspiel von Gesang und Begleitung haben die «etwa 20 Schritte voneinander wohnenden Wahlberner» (Zitat Shirley Grimes) über die letzten Jahre hinweg zur Perfektion gebracht. Mit ihrem letzten gemeinsamen Auftritt in Adelboden endet eine fruchtbare Bühnenpartnerschaft. Emotionsgeladenes Konzert In Adelboden gaben sich die vier Musiker (Joe McHugh fehlte leider) für ein letztes Mal gemeinsam voll und ganz der Irischen Folkmusik hin – kein Wunder, dass das Konzert besonders emotionsgeladen war. Nicht etwa in einem weinerlichen Sinn: Grimes und die Instrumentalisten genossen den Auftritt ganz offensichtlich. Die Freude, die sie ausstrahlten, sprang unvermittelt auf das Publikum über. Die für Irische Volksmusik typische Vermischung von Melancholie und Heiterkeit verfehlte auch in Grimes’ modernen Folk-Interpretationen ihre Wirkung nicht; erst recht nicht in der alten Taverne, in deren familiärer Atmosphäre Grimes’ Musik ganz besonders zur Geltung kam. Akustische Verwöhnung Ob mit sinnigen Balladen, aufgestellten Chansons oder eingängigen a-capella Lieder – Grimes und «the Insiders» verwöhnten das Publikum akustisch. Und doch, Abschiedskonzert bleibt Abschiedskonzert: «Es ist schöner, aufzuhören, wenn es noch fägt», sagte Grimes in sympathischem Englisch-Berndeutsch, verzog sich nach gebührendem Applaus gemeinsam mit Sam, Oli und Wolf hinter den schwarzen Vorhang und liess das Publikum mit der Hoffnung zurück, dass es in absehbarer Zeit ein Comeback geben möge.Nik Sarbach >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch