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«Es war falsch, diese Rolle zu spielen»

lyssDie Seeländer Ex-Miss-Earth Liza Andrea Kuster war bis jetzt vor allem für gute Taten bekannt. Mit einem dekadenten Auftritt im deutschen Privatfernsehen hat sie ihren Ruf aber ramponiert.

«Sie sind jung, reich und lassen es sich gutgehen», heisst es in der Anmoderation des Beitrags in der Sendung «RTL Explosiv Weekend». Man habe in Gstaad eine Party für Nachwuchsmillionäre besucht und einen feinen Kreis von Leuten befragt, der sich sonst nur selten filmen lasse, lautet die Ankündigung. Hauptperson im Beitrag ist Bianca Bauer, Gewinnerin des Castingwettbewerbs «Supermodel». Während das 22-jährige Model aus gutem Hause im Minutentakt prahlerische Sätze von sich gibt, schwenkt die Kamera auch mehrmals auf eine weitere Schweizer Schönheit: Liza Andrea Kuster. Die 25-Jährige war im Jahr 2010 Miss Earth Schweiz. Der Titel steht für karitative Taten und Umweltbewusstsein. Kuster hätte man also in diesem doch eher dekadenten Beitrag wirklich nicht erwartet. Doch die «Miss für den guten Zweck» sagt im TV-Beitrag immerhin: «Ich mag Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen und versuche, mit diesen meine Haut schön zu halten.» Als die Reporterin von ihr wissen will, ob sie auch schon mit billigen Produkten gute Ergebnisse erzielt habe, antwortet Kuster, dass sie das noch nie versucht habe. Während einer Kutschenfahrt im Nobelskiort Gstaad sagt Kuster: «Wir sind mächtig, wir haben viel und können damit etwas bewegen.» Mittlerweile scheint Liza Andrea Kuster ihren Auftritt zu bereuen. Gegenüber der «Schweizer Illustrierten» bezeichnet sie den Beitrag von RTL als «überspitzt» , und auf Facebook gesteht sie: «Ich habe einen Bock geschossen. Es war ein Fehler, diese Rolle zu spielen. Nun stehe ich dafür gerade.» Nichts zu beschönigen Ist Kuster eine «Nachwuchsmillionärin»? «Ich fühle mich schon privilegiert und verdiene durch meine Aufträge mein eigenes Geld», relativiert die Lysserin gegenüber dem Newsportal Bernerzeitung.ch. Sie habe genau gewusst, auf was sie sich einlasse, und wolle nichts beschönigen. Der Bericht sei allerdings sehr klischeehaft gewesen. Sie werde versuchen, nicht mehr in andere Rollen zu schlüpfen. «Ich bin ein Model und eine Moderatorin, die sich für die Umwelt und Soziales einsetzt, und das werde ich auch künftig machen.» Sie sei grundsätzlich der Meinung, dass sich Luxus und der Miss-Earth-Titel nicht widersprächen. «Gut vernetzte Menschen mit einem hohen Einkommen können schneller etwas bewegen», zeigt sich die 25-Jährige überzeugt. Es sei jedoch wichtig, dass man auch tatsächlich mithelfe. «Nachhaltigkeit sollte ein grosses Kriterium sein im Leben und auch in der Welt des Glamours.» Schützenhilfe erhält Kuster von der Miss-Earth-Schweiz-Organisation mit Sitz im Könizer Schliern. Liza Andrea Kuster habe das Herz auf der richtigen Seite und setze sich seit zwei Jahren intensiv für die Umwelt und Soziales ein. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die Ex-Miss in ihrem Amtsjahr Spenden in Höhe von insgesamt 48000 Franken gesammelt habe. Natürlich sei der Bericht ungünstig für Kuster. Die 25-Jährige werde aus dieser Erfahrung aber ihre Lehren ziehen und sich auch künftig für die Nachhaltigkeit und soziale Botschaften einsetzen. Jonathan Spirig/kle>

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