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Es war nicht der Wolf

Wird ein Rind oder ein Schaf tot aufgefunden, fällt der Verdacht schnell auf den Wolf. Zu Unrecht, wie neuste Fälle zeigen.

Obwohl der Nationalrat am 30.September sechs Motionen angenommen hat, die dem Wolf den Kampf erklären, werde es in der Schweiz nicht so bald zu mehr Wolfsabschüssen kommen. Das sagt Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt im Interview. Erst wenn sich der Wolf in der Schweiz flächig ausgebreitet habe und sich ein Bestand mit regelmässiger Fortpflanzung gebildet habe, würden die neu vorgesehenen Regulationsinstrumente greifen. Vorerst gehe es darum, eine pragmatische Schutzstrategie aufzubauen. Wenn Rinder oder Schafe verletzt oder gar tot aufgefunden werden, erklären Landwirte und Züchter schnell einmal den Wolf als Schuldigen. Doch wie drei aktuelle Fälle aus dem Kanton Bern zeigen, setzen auch andere Jäger den Nutztieren zu. So haben zum Beispiel DNA-Analysen ergeben, dass fünf abgestürzte Kühe am Stockhorn von einem Fuchs angefressen worden waren. Der Fuchs hat die Tiere jedoch nicht gejagt, sondern sich nach dem tödlichen Absturz über deren Kadaver hergemacht. Ein Rind in der Gemeinde Rüschegg wurde gar lebendig angefressen. Als es der Bauer in einer Senke fand, war sein Gesundheitszustand so schlecht, dass das Tier von seinen Qualen erlöst werden musste. Auch hier haben DNA-Analysen ergeben, dass ein Wolfsangriff ausgeschlossen werden kann. Die Hinterläufe des Rinds wurden von einem Hund angefressen. Ob der Hund das Rind vorher noch gejagt hat oder ob er es bereits verletzt vorgefunden hat, ist unklar. Fest steht aber: Hunde dürfen nicht herumstreunen. cho/sgs Seite 3>

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