Zum Hauptinhalt springen

«Etwas stimmt hier nicht»

«Wird hier abkassiert?», fragte diese Zeitung in der Ausgabe vom letzten

Meine Vermutung, dass hier etwas nicht stimmt, bestätigt sich mit diesem Artikel. Meine Frau ist am Samstag, 29.Mai 2010, an dieser Kreuzung «geblitzt» worden und ich am Sonntag, 30.Mai 2010. Da jetzt die Autofahrer reagieren, muss doch etwas nicht stimmen! Oder? André AntenenThierachern Etwas ist «faul» Als sehr gesetzestreue Autofahrerin wurde ich vergangenes Jahr an diesem «Übertretungsort» wegen Missachten des Rotlichts gebüsst (rot seit 0,81 Sekunden), notabene als ich geschäftlich von Allmendingen nach Thun unterwegs war und für die Strecke 30 Minuten zur Verfügung hatte, also ohne Zeitdruck war. Auch in unserem Bekanntenkreis wurde seit längerem eine Häufung der «Rotlichtsünder» auf besagter Kreuzung festgestellt. Ich selber habe nicht reklamiert und auch kein Beweisfoto verlangt, weil ich einen schriftlichen Einwand hätte machen müssen (wie beweisen?), und weil es in der Rechnung heisst, dass Fotos nur im ordentlichen Strafverfahren ausgehändigt werden. Bei diesen Auflagen wundert es mich nicht, dass durchschnittlich nur einmal wöchentlich «ein Blick aufs Beweisfoto» bei der Polizei Thun verlangt wird. Ich bin definitiv keine Rotlichttäterin – ich gebe Geld gerne andersweitig aus – und überzeugt, dass etwas «faul» ist beziehungsweise knapper als knapp berechnet ist. Hat es eventuell damit zu tun, dass die 3 Sekunden gar nicht ausreichen, um zum Beispiel in zulässigem Tempo ab Erlöschen des Grünlichts von der Talackerstrasse in die Frutigenstrasse abzubiegen? Es wurde bestätigt, dass die Gelbphase bereits ab Erlöschen des Grünlichts zählt, also bevor das gelbe Licht aufleuchtet. Oder hat es etwas damit zu tun, auf welcher Höhe geblitzt wird? Warum will die Polizei keine Angaben zu den registrierten Widerhandlungen bei der Gafner-Kreuzung machen? Viel «ringer» lässt sich das Geld halt nicht kassieren Isabelle GerberSteffisburg Längere Gelbphase Ich fahre von der Stadt her kommend auf die Gafner-Kreuzung zu. Geladen habe ich unter anderem die Hochzeitstorte für das Brautpaar des heutigen Abends. Ich fahre also «wie auf Eiern» und weiss: Abruptes Bremsen möchte ich möglichst vermeiden. Halt nur, wenns nicht anders geht. Da ich die besagte Kreuzung täglich befahre und die gelbe Phase schon mehrmals als sehr knapp empfunden habe, fahre ich langsam darauf zu. Vor mir kein Auto. Ich konzentriere mich auf die drei farbigen «Lämpli», freue mich, denn es blieb grün, schaue wieder auf die Strasse und steige voll auf die Bremse. Das Auto, welches trotz Verbot links abbiegt, habe ich vor lauter «Ampelkonzentration» nicht bemerkt. Der Falschabbieger und ich blieben heil. Die Hochzeitstorte fast. Eine wenn auch nur kurze, längere Gelbphase auf dieser Kreuzung wäre der gesamten Sicherheit dienlich. Rolf MärkiPartylokal WendelseeThun Da wird abkassiert Ihre Frage auf der Titelseite zur Gafner-Kreuzung kann ich sehr gut verstehen. Ich fühlte mich ebenfalls sehr abkassiert und habe mir ernsthaft überlegt, die 250 Franken nicht zu bezahlen. Aufgrund einer Empfehlung eines Juristen habe ich es schliesslich doch getan. Das hätte ich wahrscheinlich nicht tun sollen... Ich freue mich auf jeden Fall über die Frage und den Artikel. Hoffentlich bewirkt er bei den zuständigen Stellen mindestens ein ernsthaftes Prüfen und Überlegen, wie man mit den Verkehrsteilnehmern respektvoll umgehen sollte. Hanspeter MettlerOberhofenImmer unter drei Sekunden Hier wird abkassiert, Sicherheit ist zweitrangig – die Gafnerkreuzung kostet viel Geld! Vielen Dank, dass das TT diesen Misstand aufzudecken hilft. Tagtäglich habe ich ohne Propleme diesen geregelten Kreuzungspunkt durchfahren, bis ich am 23. September eine Ordnungsbusse von 250 Franken wegen Überfahren eines Rotlichtes zugesandt bekam. Das Vergehen sollte am 16. September begangen worden sein. An diesem Morgen erinnerte ich mich, den Bus bei der Ausweichstelle Homad passiert zu haben, der hinter meinem Fahrzeug mit Blinken auf die Fahrbahn einschwenkte. Auf die Ampel konzentriert, sah ich, dass der Bus von seiner Funkmöglichkeit gebrauch gemacht haben muss, brannte oben an der Ampel doch das weisse Zusatzlicht. Niemals habe ich bei Rot die Kreuzung überfahren. Ich habe grosse Zweifel, dass der Bus kein Einfluss haben soll auf die Steuerzeiten! Gleichentags wo die Siemensarbeiter ihre Service- und Unterhaltsarbeiten ausführten, war ich anwesend, um mit meiner Videokamera die Steuerzeiten über mehrere Ampelbewegungen mit und ohne Bus festzuhalten und nachträglich auf meinem PC genau zu eruieren. Das Ergebnis bei der Gelbleuchtfase ergab eine Zeit von 2.4 bis 2.8 Sekunden von den schon mit den angegebenen zu kurzen 3 Sekunden. Unbegreiflich und unverständlich, dass die Gelbphase schon nach dem Erlöschen der Grünfase gemessen werden müsse. Mein Fazit ist trotzdem diese kostbaren Ampeln weiter zu verwenden; aber nicht zum Abkassieren, sondern für den Nutzen und die Sicherheit im Verkehr. Sicher heisst auch, die Drei-Sekundenphase wirklich auszuschöpfen. Bei einer Kreuzung mit 50 km/h sollte sogar mit 4 Sekunden gerechnet werden, um den Reaktions- und Bremsweg einzurechnen. Werner Grossenbacher Thun «Raubüberfall. Nicht anhalten.» Vielen, vielen Dank für den Artikel betreffend Gafnerkreuzung. Eben von den Ferien zurück lasen wir ihn und fanden eine überzeugende Erlärung für die einzigen Rotlichtbussen, von denen meine Frau und ich während unserer ganzen Zeit als Autofahrer je überfallen wurden. Seither halte ich diese Kreuzung für sehr gefährlich, und nach Lektüre des Artikels umfahre ich sie nach Möglichkeit. Fährt man in Südafrika von Pretoria Richtung Nelspruit, so kommt man mehrmals an Warntafeln vorbei mit der Aufschrift: «Hi-jacking hotspot. Don't stop.» («Raubüberfall heisser Punkt. Nicht anhalten.») Vielleicht sollte man vor der Gafnerkreuzung auch eine solche Tafel anbringen. Falls die Polizei uneinsichtig bleibt, könnte das Tagblatt eine Verbindung unter den Geschädigten organisieren, damit man gemeinsam vorgehen könnte. Allein scheut man Kosten und psychischen Aufwand. Friedrich KüllingHünibach>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch