Evi Allemann auf Erklärungsmission

Saanenmöser

Bei der Raumplanung gelte es, vorwärtszuschauen und die eng gesteckten Chancen zu nutzen. Dafür warb Regierungsrätin Evi Allemann bei den Delegierten der Bergregion Obersimmental-Saanenland.

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Regierungsrätlichen Besuch erhielt am Mittwochabend die Delegiertenversammlung der Bergregion Obersimmental-Saanenland (Brossa). «Normalerweise ist es Herr Schnegg, der die Gemüter in unserer Region bewegt», erklärte Versammlungsleiter Albin Buchs, doch auch das Departement von Evi Allemann bereite Sorgen, meinte Buchs zur Begrüssung mit der Holzkugel in der Hand, die er später der Vorsteherin der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion überreichte. Sie wolle «den Ball aufnehmen», sagte Allemann einleitend zu ihrem Referat über «Möglichkeiten der Entwicklung im Berggebiet».

Hoffen auf Gesetzesrevision

Das Raumplanungsrecht sei «im Fluss», erklärte die Regierungsrätin. Nach Annahme und Einführung des neuen Gesetzes, dem in der Bergregion nur eine Gemeinde zugestimmt hat, dem Erlass des Richtplanes und einer Praxiskorrektur 2016 «müssen wir jetzt die Phase der Stabilisierung einleiten», betonte Allemann. Die Departementsvorsteherin versprach, die «Bugwelle», die sich nach dem mittlerweile aufgehobenen Einzonungsmoratorium im Amt aufgestaut hatte, abbauen zu wollen. Der Rahmen für Anpassungen sei jedoch sehr eng wegen der bundesgesetzlichen Vorgaben.

Mehr Gestaltungsspielraum schaffen könnte da ein neuer Kompensationsansatz, den eine Gesetzesrevision (RPG 2) vorsieht. «Ich würde dies begrüssen», sagte SP-Regierungsrätin Allemann zur Vorlage, die derzeit im Bundesparlament beraten wird.

Gsteig ist wieder «frei»

Die Regierungsrätin konnte verkünden, dass die Zonenanpassung in Gsteig seit dem 1. Mai nicht mehr blockiert ist und nun nur noch für Boltigen so eine Blockade besteht. An der Lenk sei die bestehende Arbeitszone besser zu bewirtschaften und zu verdichten, erklärte Allemann, die sich dialogbereit zeigte in der Sache. Zurückhaltend äusserte sie sich zu dem auf dem Betelberg beim Speichersee geplanten Wasserspielplatz. Dazu stehe eine zweite Vorprüfung an und ein Treffen Anfang Sommer bevor, doch fehle der nötige Spielraum noch, erklärte die Gemeindedirektorin.

Diese forderte die Delegierten noch auf, die Windenergieplanung genau zu prüfen, statt rundweg abzulehnen. Co-Präsident Buchs seinerseits plädierte dafür, Ökonomiegebäude, die in der Region leer stehen, als Wohnraum nutzen zu können. «Wer kann eigentlich dagegen sein?», stellte er zum Schluss die Frage in den Raum.

Berner Oberländer

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