Zum Hauptinhalt springen

Feinstaub verflüchtigt sich wieder

1.AugustEs war rauchig

Es knallte, der Nachthimmel war trüb, die Luft dick, und es roch nach verbranntem Schwarzpulver. Und weil kaum ein Lüftchen wehte, blieb der Rauch von 1.-August-Feuerwerk einige Stunden über der Stadt Bern hängen. Das Feuerwerk belastet die Luft lokal sehr stark, und Grenzwerte werden überschritten: Das stimmt, aber eben nur bedingt. «Feuerwerk wie am 1.August führt lokal zu Spitzenpegeln bei den Feinstaubwerten. Man muss die Kirche aber im Dorf lassen», sagt Ralf Maibusch, Leiter des Stadtlabors Bern. Jeder Schadstoff, der weniger in die Luft gerate, sei zwar zu begrüssen, aber im Jahresschnitt sei die Belastung durch ein August-Feuerwerk nicht besonders auffällig. Wenige Stunden nach dem Farb- und Knallspektakel hätten sich die Werte meist wieder eingependelt, weil sich die Emissionen verteilt haben, so Maibusch. Weitaus stärkere Auswirkungen können sogenannte Brauchtumsfeuer haben: offene Feuer im Wald, im Cheminée oder auch bei 1.-August-Anlässen. Wenn für solche Feuer unzulässiges Brennmaterial wie etwa nasses, grünes Holz verwendet werde, verursache dies Russ, der Krebs erregende Substanzen enthalte. Für die Luftqualität sei es besser, trockenes, naturbelassenes Holz zu verwenden und das Feuer von oben her anzuzünden. «Wenn alle Feuer am 1.August unsachgemäss angezündet würden, hätte das lufthygienisch viel schlimmere Auswirkungen als das Feuerwerk», sagt Maibusch. Aus Polizeisicht verlief der 1.August in Bern «im Rahmen der Vorjahre». Das bedeutet: Einige Meldungen über Lärm, zu unsachgemässem Umgang mit Feuerwerk sowie einige zu Sachbeschädigungen, etwa an Briefkästen und Abfallkübeln. Die Sanitätspolizei vermeldet «keine besonderen Vorkommnisse».wrs>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch