Feuerwehr feiert ihr neues Fahrzeug

Lauterbrunnen

Die Feuerwehr Talboden Lauterbrunnen lud zum Fest: Sie stellte an einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung das neue Tanklöschfahrzeug vor.

Die Schlüsselübergabe (v.l): Vizekommandant Adolf von Allmen, Kommandant Raffael Litzler, Ausbildungschef Renato Stoller, Vizegemeindepräsident Christian Wyss und Reto Dotsch, Ring Garage AG Chur.

Die Schlüsselübergabe (v.l): Vizekommandant Adolf von Allmen, Kommandant Raffael Litzler, Ausbildungschef Renato Stoller, Vizegemeindepräsident Christian Wyss und Reto Dotsch, Ring Garage AG Chur.

(Bild: Anne-Marie Günter)

Johnny von Allmen, Fahrzeugwart bei der Feuerwehr Talboden Lauterbrunnen, fuhr am Samstag mit dem neuen Tanklöschfahrzeug rückwärts durch einen Engpass auf den Festplatz vor dem Gemeindewerkhof. Die Feuerwehr hatte zum Einweihungsfest eingeladen. Von Allmen zeigte mit seiner Fahrt, dass er und ­weitere in den letzten Tagen intensiv ausgebildete Chauffeure das neue Tanklöschfahrzeug gut im Griff haben.

Es ist ein Unimog U218 mit 175 PS und acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen. Er ist zehn Tonnen schwer, 6,15 Meter lang, 3,1 Meter hoch und, gemessen von Rückspiegel zu Rückspiegel, 2,3 Meter breit. Der Wassertank hat 1600 Liter Inhalt, der Schaumtank 80 Liter.

Klein, aber ideal

Für ein Tanklöschfahrzeug ist er eher klein, damit er in den engen, steilen Gassen von Lauterbrunnen, Stechelberg und Isenfluh eingesetzt werden kann. Die Beschaffungskommission unter der Leitung von Vizegemeindepräsident Christian Wyss fand das passende Fahrzeug, nachdem die ­Gemeindeversammlung 2015 den Kredit von 340 000 Franken bewilligt hatte. Gekauft wurde der Unimog bei der Ring Garage AG in Chur, ausgerüstet hat es die Firma Feumotech AG in Gerlafingen.

Kommandant Raffael Litzler erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die Feuerwehr sich verändert hat, seit sie vor 123 Jahren gegründet worden war. Damals seien 114 Mann dabei gewesen, heute habe die Feuerwehr Talboden noch 60 eingeteilte Feuerwehrangehörige. Das neue Tanklöschfahrzeug ist das Ersteinsatzmittel, und dank der mitgeführten, sorgfältig durchdachten Ausrüstung ist es an einem Schadensplatz fast sofort einsetzbar.

Wie das geht, zeigte die Feuerwehr Lauterbrunnen zusammen mit der Feuerwehr Bödeli gleich vor Ort. Sie führten eine Strassenrettungsübung durch. Feuerwehrinspektor Thomas Dummermuth kommentierte sie für das interessierte Publikum. Eine weitere Attraktion, neben Speis, Trank, Musik und Hüpfburg, war am Feuerwehrfest eine Waldbrand-Löschübung zusammen mit der Air-Glaciers.

Festorganisator Renato Stoller sagte: «Wir danken mit dem Fest der Bevölkerung, die uns so grosszügig unterstützt.»

Berner Zeitung

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