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Feuerwehr musste in Trickkiste greifen

GuntenIn der Region Thun wurde der 1. August friedlich gefeiert. Keine Zeit zum Festen hatte die Feuerwehr Sigriswil:

Nichts wars mit ausgelassen feiern: Die Angehörigen der Feuerwehr Sigriswil mussten am 1. August am späten Abend an die Säcke. Gegen 21.35 Uhr ging der Alarm. Im Wald in der Seehalde unterhalb des Hotels Bellevue in Gunten war Feuer ausgebrochen (vgl. Ausgabe von gestern). «Eine Person, die am See wohnhaft ist, hat das Feuer beobachtet und gemeldet», berichtet Daniel von Gunten-Böhlen, Oberkommandant der Feuerwehr Sigriswil. Die ausgerückten Kompanien entdeckten vor Ort ein ziemlich heftiges Feuer. «Auf einer Fläche von etwa 10 mal 10 Metern brannten angehäufte Äste. Die Flammen sahen sehr ‹gfürchig› aus», sagt von Gunten-Böhlen. Rund 60 Mann im Einsatz Der Oberkommandant der Feuerwehr Sigriswil stand mit rund 60 Mann der Feuerwehren Sigriswil, Hilterfingen und Oberhofen im Einsatz. Die Feuerwehrmänner standen vor einem Problem. «Das Feuer selbst wäre relativ schnell gelöscht gewesen. Nur hatten wir keine direkte Wasserquelle in der Nähe», sagt von Gunten-Böhlen. Wasser aus See gepumpt Die Feuerwehr Hilterfingen stellte deshalb zwei provisorische Leitungen, die anschliessend über die Strasse gelegt wurden, um mittels Motorspritzen Wasser aus dem Thunersee zu pumpen. Die Seestrasse musste aus diesem Grund vom Bushalt Gunten Dorf auf einer Länge von etwa 800 Metern Richtung Interlaken gesperrt werden. Von der Sigriswilstrasse aus, die ins Dorf hinaufführt, wurde der Brandherd ebenfalls mit Wasser bespritzt. «Zum Glück konnten wir die Flammen in den Griff kriegen, bevor sie auf den Wald übergriffen», bilanziert Daniel von Gunten-Böhlen erleichtert. Um sicher zu gehen, dass das Glutnest wirklich erloschen und abgekühlt ist, rückte der Stützpunkt Thun mit einer Wärmebildkamera an. Rückstau bis Thun Gegen Mitternacht konnte die Feuerwehr die Strasse wieder freigeben. Die Sperrung verursachte allerdings etwa zwei Stunden erheblichen Stau. Verkehrsteilnehmer, die mit dem Auto nach Interlaken unterwegs waren, mussten in Gunten kehrt machen und eine Extraschleife über Thun und Spiez drehen. Dies führte dazu, dass die Staukolonne gegen 23.30 Uhr vom Strandbad Hünegg in Hilterfingen bis zum Lauitorkreisel in Thun reichte. Aber warum mussten die Autofahrer zuerst nach Gunten fahren, um dort schliesslich zu erfahren, dass sie nun doch umkehren müssen? Wer aus Thun in Richtung Interlaken unterwegs war, erfuhr von der Sperrung nämlich nirgends etwas. «Da man weder abschätzen noch voraussehen konnte, wie lange der Einsatz der Feuerwehr dauern würde, wurde von einer entsprechenden Signalisation in Thun abgesehen», begründete Florie Marion, Pressesprecherin der Kantonspolizei Bern. Brandursache noch unklar Wie es zum Brand in der Seehalde in Gunten kommen konnte, sei derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Kapo Bern schliesst nichts aus, wie Florie Marion auf Anfrage sagte. Auch nicht, dass Feuerwerkskörper den Brand verursacht haben könnten. «Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen.» Als die Feuerwehren und die Polizei bei der Brandstelle eintrafen, waren keine sonstigen Personen anwesend. «Es wurde niemand verletzt», sagte Marion. Der Einsatz dauerte ungefähr drei Stunden. Laut Daniel von Gunten-Böhlen ist kein erheblicher Sachschaden entstanden. Dino Dal Farra>

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