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Filzbälle, Hexen und Solartraktoren

Letzte Woche wurde in Langnau zum 7.Mal der Ferienpass durchgeführt. Insgesamt 466 Kinder nahmen daran teil.

«Wenn Hexen die Alleestrasse hinunterlaufen, weiss ich: Es ist Ferienpasszeit», sagt Gemeinderat Hans Peter Schenk am Abschlussapéro der Ferienpass-Woche. Denn das Programm des Kinder- und Jungendanlasses ist voller Überraschungen und so farbig wie der Herbst. Aus rund 60 Themen konnten die Kids auswählen. Ob als Hexe mit dem Hexenbesen durch die Nacht sausen, Bälle filzen, mit Tinte und Feder eine gotische Schrift schreiben, den McDonald’s besichtigen oder an einem Orientierungslauf teilnehmen: Es hatte für jeden Geschmack etwas dabei. «Besonders beliebt waren der Bau eines Solartraktors und die Besichtigung der Polizeiwache», sagt die Gemeindeangestellte Sandra Aeschlimann, die mit ihrem Arbeitskollegen Peter Gerber die Geschäftsstelle des Ferienpasses betreute. Bereits zum 7.Mal führten die Gemeinden Langnau, Trubscha-chen und Signau in den Herbst-ferien den einwöchigen Freizeitspass für Kinder ab 4 Jahren durch. 466 Ferienpässe wurden ausgestellt. Am besten vertreten waren die 8-Jährigen, dicht gefolgt von den 10- und 6-Jährigen. Die Clubs profitieren Die Kurse wurden von Privatpersonen, Geschäften, Firmen und Sportvereinen angeboten. Dass der Ferienpass auch ein Ferienspass ist, zeigten am Apéro einige Kinder, die während zweier Halbtage in die Kunst der Kampfsportart Ju-Jitsu eingeführt worden waren. Mit Elan und Freude gaben sie eine Kostprobe. «Gerade Sportvereine nutzen den Anlass als Plattform, um Nachwuchs zu gewinnen», sagt Aeschlimann. Und das Konzept scheint aufzugehen: Bei drei Kindern sei das Interesse, Ju-Jitsu zu erlernen, gross. Und eines habe schon nach dem ersten Kursnachmittag das Abendtraining des Budo-Clubs besucht, sagt Schenk. Auch sei ihm berichtet worden, dass der Schwingclub Langnau letztes Jahr nach dem Ferienpass um drei Nachwuchssportler gewachsen sei. 14 Plätze, 64 Anmeldungen Die Kurse kosteten zwischen 5 und 42 Franken. Abgeholt werden mussten die Pässe auf der Gemeindeverwaltung Langnau. «Wir probieren, jedem Kind mindestens einen Wunsch zu erfüllen», sagt Peter Gerber, denn durchschnittlich melde sich jedes für zwei bis vier Kurse an. Einzelne Angebote seien sehr schnell ausgebucht, zum Beispiel «Selber Backen in der Kambly». Hier standen 14 Plätze zur Verfügung – und 64 Kids meldeten sich an. Aus diesem Grund liege bei ihnen im Büro jeweils eine Liste mit den noch verfügbaren Kursplätzen auf, erklärt Gerber. «Wenn die Kinder und Jugendlichen beim Abholen der Pässe feststellen, dass nicht alle von ihnen gewünschten Angebote berücksichtigt wurden, können sie direkt vor Ort nach einer Alternative Ausschau halten.»Jacqueline Graber>

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