Zum Hauptinhalt springen

Forschen im Gewächshaus

OstermundigenDie Untere Zollgasse wird zur Pflanzenstrasse: Das Gartencenter Wyss baut bereits. Neu plant die Universität Bern dort auch ein Forschungsgewächshaus.

Das Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern soll in Ostermundigen ein neues Forschungsgewächshaus erhalten. Wie «Der Bund» gestern berichtete, ist dieses Gebäude auf einer rund 4000 Quadratmeter grossen Parzelle zwischen der Waldau-Gärtnerei und dem neuen Gartencenter Wyss geplant, das Anfang März eröffnet wird. Das Areal gehört dem Kanton und liegt in einer Gartenbauzone. Der Bau wäre dort ohne Umzonung möglich. Die Kosten von acht Millionen Franken gedenkt die Hochschulstiftung der Burgergemeinde Bern zu übernehmen. Gesprochen ist das Geld aber noch nicht. Universitätsrektor Martin Täuber ist deshalb erst «vorsichtig optimistisch». Er hofft, dass der Finanzentscheid bis im Frühling fallen wird. Circa im Herbst 2014 wäre das Gebäude dann bezugsbereit. Im Gewächshaus sollen verschiedene Forschungsprojekte weitergeführt werden, die bereits jetzt in Bern laufen. Ein Grossteil wird laut Täuber nicht gentechnische, sondern konventionelle Pflanzenforschung sein. «Das wird nichts Heikles oder Gefährliches sein», versichert Täuber. Weder für einheimische Pflanzen noch für die Bevölkerung oder das benachbarte Gartencenter bestehe dadurch eine Gefahr. Gefahr «sehr gering» Auch für Gentechkritiker Daniel Amman, Geschäftsleiter der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG), sind solche Gewächshäuser nicht per se ein Grund zur Beunruhigung. Die Gruppe macht sich in der Schweiz für das Gentechmoratorium in der Landwirtschaft stark. «Forschung soll möglich sein», sagt Ammann. Wissenschaftliche Erkenntnisse durch die Anwendung der Gentechnik zu gewinnen, sei durchaus sinnvoll. Ammann stuft die Gefahr dieses Gewächshauses für die Bevölkerung als «sehr gering» ein. Noch nichts Konkretes von den neuen Nachbarn wusste man gestern bei der Wyss Samen und Pflanzen AG. «Einem guten Projekt der Uni stehen wir aber positiv gegenüber», sagt Geschäftsleitungsmitglied Hans Walter Müller. Lucia Probst>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch