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Die Migros blitzt vor den Richtern ab

Die Migros-Filiale in Murten muss am Ostermontag geschlossen bleiben. Dies entschied das Verwaltungsgericht.

Die Migros bekam vom Gericht einen Korb (Themenbild).
Die Migros bekam vom Gericht einen Korb (Themenbild).
Keystone

Die Migros Murten darf ihre Kunden am Ostermontag nicht bedienen. Dies hat die Verwaltungsabteilung des Freiburger Kantonsgerichts entschieden. Sie wies einen Rekurs der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg gegen einen Beschluss des Arbeitsinspektorates ab.

Hintergrund des Entscheides ist ein neues Gesetz, das seit 1.Januar 2011 in Kraft ist. Ostermontag ist seither in Murten und anderen Orten mit reformierter Mehrheit arbeitsrechtlich einem Sonntag gleichgestellt. An diesen Tagen können die Läden keine Angestellten beschäftigen. Ausnahmen sind aber unter anderem für touristische Orte vorgesehen. Auf diese Regelung hatte sich die Migros berufen, als sie angekündigt hatte, am Ostermontag 2011 geöffnet zu haben. Und dies, ohne eine Bewilligung beantragt zu haben. Zwei Wochen vor dem fraglichen Ostermontag hatte das Arbeitsinspektorat jedoch verordnet, dass die Migros an diesem Tag keine Angestellten beschäftigen dürfe. Dafür brauche ein Betrieb den Segen des Staatssekretariats für Wirtschaft. Und dieser werde restriktiv erteilt.

Die Migros hatte Einsprache erhoben, diese hatte eine aufschiebende Wirkung. Darauf gestützt hatte die Migros Murten am 25. April 2011 ihre Tore geöffnet. Später jedoch war ihre Einsprache abgewiesen worden. Nun gelangte die Migros ans Verwaltungsgericht. Sie wollte fortan jeden Ostermontag offen haben dürfen. Die Richter entschieden aber anders: Das Arbeitsrecht mit seiner Verankerung auf Bundesebene stehe über den kantonalen oder kommunalen Sonderbestimmungen, auf die sich die Migros beruft.

Freiburger Nachrichten/fca

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