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Drei Gemeinden schliessen sich zusammen

Die Freiburger Gemeinden Alterswil, St. Antoni und Tafers sagen Ja zur Fusion.

«Erleichtert», «zufrieden» und «entspannt»: Das antworten die Gemeindepräsidenten von Alterswil, St. Antoni und Tafers auf die Frage, wie sie sich an diesem Abstimmungssonntag fühlen. Hubert Schibli, Ernst Leiser und Gaston Waeber sitzen am Sonntagnachmittag im Saal des Gasthofs St. Martin in Tafers; auf den Tischen stehen bereits die Weingläser zum Anstossen. «Wir werden als die letzten Syndics unserer Gemeinden in die Geschichte eingehen», witzelt der Alterswiler Schibli mit Leiser, Amtskollege aus St. Antoni.

Mit dem gestrigen Ja zur Fusion in allen drei Gemeinden entsteht am 1. Januar 2021 die zweitgrösste Gemeinde des Sensebezirks mit rund 7500 Einwohnern. Sie wird Tafers heissen und auch das Wappen von Tafers tragen.

Klares Ja erwartet

Schibli, Leiser und Waeber haben sich in den letzten Jahren für eine Fusion starkgemacht. Es hat sich ausgezahlt. «Wir wollten mehr als die Hälfte der Bevölkerung an die Urnen bringen, dieses Ziel haben wir erreicht», sagt der Tafersner Waeber.

Schibli ist überrascht über das deutliche Ja in seiner Gemeinde. «Ich habe ein weniger klares Resultat erwartet.» Dennoch war Alterswil jene Gemeinde, in der das Resultat am knappsten war. «Wir haben bisher immer genug Leute für den Gemeinderat gefunden, und wir haben keine Schulden.» Der Druck für eine Fusion sei weniger gross gewesen. Umso besser, dass die Alterswiler die Zeichen der Zeit erkannt hätten.

In St. Antoni fiel das Ja am deutlichsten aus. «Wir hatten bei den vergangenen Wahlen Mühe, Kandidaten für den Gemeinderat zu finden», sagt Gemeindepräsident Leiser. «Die Bevölkerung hat erkannt, dass wir handeln müssen.» Der Fusionsdruck sei in St. Antoni klar höher gewesen.

Stärkerer Hauptort

Gaston Waeber sagt: «Wir haben aufgezeigt, dass es eine Professionalisierung braucht und wir diese mit der Fusion erreichen können.» Er glaubt, dass dies den Ausschlag für das Ja gegeben hat. Tafers als Hauptort habe sich einmal mehr offen gezeigt. «Für die Tafersner ändert sich am wenigsten: Der Name der Gemeinde bleibt gleich, die Gemeindeverwaltung bleibt am gleichen Ort.»

Alle drei Gemeindepräsidenten sind der Meinung, dass mit der Fusion der Hauptort des Sensebezirks gestärkt wird – das hätten die Leute erkannt.

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