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Familien werden Erhöhung spüren

Um durchschnittlich 8,9 Prozent steigen für eine erwachsene Person 2010 die Krankenkassenprämien. Freiburg liegt damit im Mittelfeld der Kantone. Für die Gesundheitsdirektorin ist das kein Trost.

Die Rolle der Hausärzte soll aufgewertet werden. Dies ist eine Massnahme, mit welcher der Kanton die Kostenexplosion eindämmen will.
Die Rolle der Hausärzte soll aufgewertet werden. Dies ist eine Massnahme, mit welcher der Kanton die Kostenexplosion eindämmen will.
Keystone

Wie in den anderen Kantonen erfahren die Krankenkassenprämien im Kanton Freiburg im kommenden Jahren eine Erhöhung in einem Ausmass, wie dies seit vielen Jahren nicht mehr der Fall war. Für eine erwachsene Person ab 26 Jahren steht durchschnittlich eine Erhöhung um 8,9 Prozent an, bei einem Mittel aller Kantone von 8,7 Prozent.

Die durchschnittliche Monatsprämie steigt damit von 298 auf 325 Franken, dies bei einem Landesdurchschnitt von 351 Franken (Grundversicherung inkl. Unfall und der Minimalfranchise von 300 Franken). Bemerkenswert ist, dass die Durchschnittsprämien in den Nachbarkantonen bedeutend höher liegen als in Freiburg, nämlich bei 346 Franken in Bern und gar 375 Franken in der Waadt, beides Kantone mit einem Universitätsspital.

Jugendliche stark betroffen

Wie anderswo steigen auch in Freiburg die Durchschnittsprämien für Kinder und Jugendliche (19 bis 25 Jahre) stärker an als jene der Erwachsenen. Die durchschnittliche Monatsprämie für Kinder wird im kommenden Jahr von rund 71 auf 78 Franken ansteigen.

Besonders tief in die Tasche greifen müssen die Jugendlichen, weil die Versicherer ihre Rabatte reduziert haben, um die Finanzgrundlage zu verbessern. Für die Freiburger Jugendlichen steigt die Durchschnittsprämie von 246 auf 274 Franken.

Die Durchschnittsprämien vermitteln zwar einen guten interkantonalen Überblick über die Entwicklung. Der einzelne Versicherte kann daraus aber keine präzisen Angaben über Auswirkungen auf seine Prämien ableiten. Die Auswirkungen sind von Kasse zu Kasse und je nach Franchise verschieden.

Die Teuren und die Billigen

Unter den zwanzig Kassen mit den meisten Versicherten im Kanton bleibt die Assura für Erwachsene trotz kräftigen Anstiegs weiterhin die billigste. Die Helsana ist bleibt die teuerste. Für Jugendliche hingegen ist Avenir am teuersten und Atupri trotz eines Anstiegs von 20 Prozent die billigste.

Für Kinder bietet Avanex die höchste, und Mutuel und Panorama bieten die tiefste Prämie an. Bei etlichen Versicherten ist die Prämie ab dem zweiten respektive dritten Kind bedeutend günstiger.

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