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Mehr Platz für Operationen im Kantonsspital Freiburg

Mit der Fertigstellung von Bertigny III erhält das Kantonsspital sechs moderne Operationssäle und ein neues Zentrum für Hämodialyse. Die Bauzeit betrug drei Jahre, und die Kosten belaufen sich auf knapp 25 Millionen Franken.

Im neuen Trakt des Kantonsspitals sind moderne Operationssäle und die Dialysestation untergebracht.
Im neuen Trakt des Kantonsspitals sind moderne Operationssäle und die Dialysestation untergebracht.
Alain Wicht/Liberté

Auch wenn das neue Spitalgebäude im Vergleich zu den bisherigen Bauten winzig erscheint, waren sich die Verantwortlichen über die Bedeutung von Bertigny III einig. «Im Vergleich zu den alten Operationssälen ist das ein Sprung in ein neues Jahrhundert», meinte Eric Descombes, leitender Arzt und Spezialist für Dialyse.

Dominique Torin, Leiter des Operationstrakts und für Zentralsterilistation zeigte sich sehr erfreut über seinen neuen Arbeitsplatz: «Unser Kommunikationssystem ist einzigartig. Vor allem für die Lehre werden die Übertragungen aus den Operationssälen äusserst wichtig sein.» Vier von sechs Sälen werden ab April betriebsbereit sein, die beiden anderen sollen im Frühling 2011 fertiggestellt werden.

Das Herzstück des Spitals

Der Stock mit den Operationssälen ist das Herzstück von Bertigny III, erklärte Thorin vor den Medien die Funktionsweise der multimedial ausgerüsteten Räume. «Mittels Audio-, und Videoübertragung können Ärzte von überall den Operationen beiwohnen. Egal ob zu Hause, in Vorlesungssälen oder anderen Operationssälen.» Direkt über den Operationstischen, getrennt durch eine transparente Decke, liegen gewaltige Ventilatoren, die Frischluft zur Sterilität des Raumes beiführen.

Ein zweiter wichtiger Teil von Bertigny III ist das Zentrum für Hämodialyse, das aus vier Räumen mit je vier bis sechs Plätzen für Patienten besteht. «Die Zahl der Patienten mit Niereninsuffizienz hat immer stärker zugenommen, jetzt können wir diese an einem modernen Ort behandeln», erklärte Bernard Vermeulen, medizinischer Direktor des Kantonsspitals. Heute werden im Kanton laut Bernard Vermeulen pro Woche 10950 Dialysen für 75 Patienten durchgeführt, ein geringerer Teil in Riaz, rund 8150 Dialysen auf 55 Patienten in Freiburg. In Freiburg stehen neu 21 statt 16 Behandlungsplätze zur Verfügung, inklusive Multimediaangebot für die Patienten.

In den Untergeschossen sind neue Garderoben und eine Erweiterung der Apotheke entstanden. «Die Produktion findet noch an anderen Orten im Spital statt, aber das Lager kommt grösstenteils in Bertigny III zu stehen», sagte Bernard Vermeulen. Über 2280 verschiedene Medikamente und andere Artikel werden hier aufbewahrt.

Zweiter Ausbau

Nach dem ersten Neubau, Bertigny II, der 1998 abgeschlossen wurde und unter anderem die Notfallstation beherbergt, ist Bertigny III die zweite Etappe in der Erweiterung des Kantonsspitals. Die neuen Räumlichkeiten ersetzen grösstenteils bestehende Einrichtungen, etwa Operationssäle aus dem Jahr 1971 oder die bisherige Hämodialysestation. Noch in diesem Monat werden die Hämodialyse, die Apotheke und die Umkleideräume in Betrieb genommen, ab April kommt der Operationstrakt dazu. Zwei weitere Säle folgen im März 2011.

Am Wochenende wird Bertigny III endgültig eröffnet. Am Samstag, 6.März, von 9 bis 16 Uhr darf auch die Bevölkerung den Neubau besichtigen. «Bei der letzten Eröffnung kamen fast 9000 Personen, wir sind auf einen Ansturm vorbereitet», sagte Jeanette Portmann, Kommunikationsbeauftragte des Freiburger Spitals.

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