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Störchin Max tot in Spanien aufgefunden

Der bekannteste Storch der Schweiz lebt nicht mehr. Die mit einem Sender ausgestattete Störchin Max ist vor einigen Tagen in Spanien von Mitgliedern der dortigen ornithologischen Gesellschaft tot aufgefunden worden.

Die berühmte Störchin Max kam in Spanien im Alter von dreizehneinhalb Jahren ums Leben.
Die berühmte Störchin Max kam in Spanien im Alter von dreizehneinhalb Jahren ums Leben.
zvg/Naturhistorisches Museum Freiburg
Wie die Störchin ums Leben kam, ist unklar, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war.
Wie die Störchin ums Leben kam, ist unklar, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war.
zvg/Javier de la Puente
Ihre Zugwege konnten seither fast lückenlos studiert werden. Weltweit wurde kein anderes Tier so lange mithilfe von Satelliten verfolgt.
Ihre Zugwege konnten seither fast lückenlos studiert werden. Weltweit wurde kein anderes Tier so lange mithilfe von Satelliten verfolgt.
zvg/Naturhistorisches Museum Freiburg
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Der Satellitensender habe sich nicht mehr bewegt, teilte das Naturhistorische Museum Freiburg am Donnerstag mit. Zudem sei es zu einem Temperaturabfall gekommen.

Das Museum, das den Zug der Störchin seit über 13 Jahren aufzeichnet, mobilisierte darauf die Kollegen von der Spanischen Ornithologischen Gesellschaft. Diese fanden die Reste der toten Störchin sowie den Sender, der nach wie vor funktionierte.

Wie die Störchin ums Leben kam, ist unklar, da der Kadaver bereits teilweise aufgefressen worden war. Max wurde mit dreizehneinhalb Jahren sehr viel älter als die meisten ihrer Artgenossen. In der Schweiz erreicht nur jeder fünfte Storch das geschlechtsreife Alter.

Zugwege fast lückenlos studiert

Im Juli 1999 wurde Max mit einem Satellitensender ausgerüstet. Ihre Zugwege konnten seither fast lückenlos studiert werden. So konnte etwa beobachtet werden, wann die Störchin den Zug begann, wo sie durchzog und welche Zugstrategien sie anwandte. Weltweit wurde kein anderes Tier so lange mit Hilfe von Satelliten verfolgt.

Während des Zuges legte Max pro Tag meist zwischen 100 und 300 Kilometer zurück. Mit Rückenwind konnten es über 500 Kilometer werden. Insgesamt flog sie in ihrem Leben weit über 60'000 Kilometer. Die ersten acht Winter verbrachte sie in Marokko. Danach überwinterte sie jeweils in Spanien.

Im Alter von drei Jahren brütete die Störchin erstmals, und zwar nördlich des Bodensees. Seither zog sie alljährlich erfolgreich Junge auf, insgesamt deren 31. Ihr Bruterfolg von 2,8 Jungen pro Jahr liegt wesentlich höher als der Mittelwert anderer Schweizer Störche, die im Durchschnitt 1,7 Junge pro Jahr aufziehen.

Namen zu Ehren von Max Bloesch

Storch Max war im Mai 1999 in Avenches VD geschlüpft. Seinen Namen erhielt er zu Ehren von «Storchenvater» Max Bloesch (1908-1997), wie das Naturhistorische Museum auf seiner Webseite schreibt. Dieser hatte sich für die Wiederansiedlung des Weissstorchs in der Schweiz eingesetzt. Als nach drei Jahren klar wurde, dass es sich bei Max um ein Weibchen handelte, wurde der Name nicht mehr geändert.

Die deutsche Mutter von Max hatte bei ihrer Migration einen Halt in Bulle FR gemacht. Da sie geschwächt war, wurde sie im September 1997 eingefangen und in die Pflegestation des Naturhistorischen Museums in Freiburg gebracht. Wieder genesen, blieb sie bis 1999 in Avenches, wo sie zusammen mit ihrem Partner den Jungvogel Max aufzog.

SDA/cls

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