Zum Hauptinhalt springen

Fussgängerin erschreckt: Schuldig

Das Gericht musste auf fahrlässige Körperverletzung erkennen. Die Autolenkerin hatte in Langenthal eine Fussgängerin auf dem Fussgängerstreifen touchiert. Die Versicherung wollte keinen

Was im Detail und objektiv betrachtet geschehen war, liess sich nicht mit letzter Sicherheit ermitteln. Die Autolenkerin hatte die Fussgängerin auf dem Fussgängerstreifen zu Fall gebracht, wobei sich die Fussgängerin verletzte. Das Gericht befand: Es war fahrlässige Körperverletzung. Allerdings bei ganz geringem Verschulden der Autolenkerin. Der Zufall wollte es so: Auf den Tag genau ein Jahr nach dem Unfall fand das gerichtliche Nachspiel in Aarwangen statt. Die sonst gut beleumundete Autolenkerin (damals 63) fuhr am 21.Oktober 2009 um 17.10Uhr auf der Aarwangenstrasse in Langenthal stadtauswärts. Sie kam in die alltägliche Autokolonne und schlich sich Meter für Meter vorwärts. Am Fussgängerstreifen nach der Einmündung der Jurastrasse geschah es. Eine ältere Dame (damals 71) wollte von der linken Strassenseite zur rechten. Die Autolenkerin sah sie im letzten Moment und bremste. Die Dame wurde mit dem linken Kotflügel an der Hand touchiert, sie fiel vor Schreck um und brach den Arm. «Vieles war Zufall» Das Verschulden der Autolenkerin sei gering, sagte Gerichtspräsident Roland Rychner in der Urteils-Begründung. So gering, dass er eigentlich erwartet hätte, der Unfall ende mit einem Vergleich. Aber diesmal wollte die Versicherung nicht und bestand auf einem Gerichtsverfahren. Für die Autolenkerin bedeutet dies eine bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen und eine Busse von 400 Franken. Was mehr schmerzt, dürfte der Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung sein. «Vieles war Zufall», konstatierte Rychner. Besondere Vorsicht Zum Schuldspruch geführt hat vor allem, dass sich die Dame bereits auf dem Fussgängerstreifen befand, als sie von der Autolenkerin wahrgenommen wurde. Der Artikel 33 des Strassenverkehrsgesetzes verlangt in einem solchen Fall vom Autofahrer besondere Vorsicht und Rücksicht. Eduard Nacht >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch