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Futtermühle der Landi zeigt ihre Neubauten

Die neuen Landi-Gebäude in Mühlethurnen sind erstellt. Am Wochenende bietet die Landi Einblicke in die Futterproduktion.

«Wir wollen der Bevölkerung aufzeigen, wozu wir die neuen Silos und die grosse Fabrikationshalle erbaut haben.» Dies schreibt die Landi Thun zur Einweihungsfeier ihrer neuen Gebäude in Mühlethurnen. Am kommenden Freitag und Samstag kann die nach neuesten Errungenschaften errichtete Silo-, Mühlen- und Futtermischanlage besichtigt werden. Silos und Speditionshalle Mit einem Fassungsvermögen von 3000 Kubikmetern Getreide bieten die drei neuen Silos zusätzliche Kapazität und damit Gewähr, das im Einzugsgebiet der Landi produzierte Getreide zu lagern und zu veredeln. Vorteil: Das Getreide ist keinen kostspieligen An- und Wegfahrten ausgesetzt. Die Speditionshalle ermöglicht den Landwirten, Mischfutter entweder eigens abzuholen oder durch die Landi auf den Hof zu bestellen. In einem separaten Bereich des Gebäudes können sämtliche Hilfsstoffe, ob für Pflanzenbau oder Tierhaltung, abgeholt werden. Das Hochregallager bietet Platz für 350 Palettenplätze. Es lässt sich bei Bedarf auf über 600 Einheiten erweitern. Zu bestaunen gibt es die leistungsfähige Futtermühle, kombiniert mit Mischanlage und Würfelpresse. Veredelt wird damit Getreide zu hochwertigem Futter für Kühe, Schweine, Pferde und Hühner. Vierte Mühlengeneration Es darf angenommen werden, dass der Name Mühlethurnen von einer bestehenden Mühle abgeleitet wurde. Urkundlich erwähnt ist eine Weissmehlmühle im 17.Jahrhundert. Es muss dieselbe sein, die zweimal hintereinander – die letzte 1848 – einem Brand zum Opfer fiel. Grund des Brandes sei das zu feuchte Mahlgut gewesen, heisst es in einer alten Schrift. Die zu nass beschickten Getreidekörner blieben auf den Mühlesteinen haften und bildeten eine klebrige Masse. Diese wurde durch die Rotation der Mühlesteine erhitzt und fing Feuer. Die neue Mühle wurde 1855 weiter unten an der heutigen Hauptstrasse Bern–Thun aufgebaut. Angetrieben wurde die Mühle seinerzeit mit einem oberschlächtigen Wasserrad (Wassereintritt von oben). Ab 1935 erfolgte der Antrieb mit einer Wasserturbine, später wurde der Betrieb elektrifiziert. Die seit Generationen von den Familien Brönnimann betriebene Mühle steht seit 1978 still. Dies, weil die der Kriegsvorsorge gegoltene Mahlpflicht aufgehoben wurde. Jeder Bauernhaushalt musste bis dato 150 Kilo Brotgetreide zurückbehalten. Erwin MunterOffene Tür: Fr, 15.10., ab 16 Uhr, Sa, 16.10., ab 10 Uhr; Landi-Areal Mühlethurnen. Gratis-Raclette für Mitglieder, Barbetrieb, musikalische Unterhaltung. >

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