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Gadmen und Guttannen sind wieder per Strasse erreichbar

Schnee/SturmDie Zufahrten nach Gadmen und Guttannen konnten wieder geöffnet werden. Auch Iseltwald ist wieder via Sengg erreichbar.

Seit gestern Mittag sind sowohl Guttannen als auch Gadmen wieder über die Strasse erschlossen. Die beiden Oberhasler Dörfer waren seit Donnerstag von der Umwelt abgeschnitten: Am Donnerstag wurde die Grimselpassstrasse im Bereich des Bänzlauigrabens von einer Lawine verschüttet. Das Gerücht, wonach dabei ein Lieferwagen beinahe von den weissen Massen erfasst worden sei, dementierte der stellvertretende Strasseninspektor Eduard Schläppi gestern: «Der betreffende Chauffeur ist an den bereits länger daliegenden Lawinenkegel herangefahren.» Damm schützte das Dorf Ebenfalls ab Donnerstag gesperrt wurde wegen der hohen Lawinengefahr die Zufahrt nach Gadmen. Und prompt donnerte Sonntagnacht vom Bühlenweidgraben eine mächtige Lawine zu Tal und verschüttete die Sustenpassstrasse im Bereich des Buchholz (siehe gestrige Ausgabe). «Der vor einem Dutzend Jahren gebaute Lawinendamm hat sich einmal mehr bestens bewährt», sagte der inzwischen pensionierte Gruppenchef des Tiefbauamts, Hans Reimann: «Ohne Damm wäre die Lawine mitten ins Dorf vorgedrungen.» Schläppi, der gestern die Schneeräumungsarbeiten seines Teams interessiert beobachtete: «So viel Schnee habe ich in meinen 22 Amtsjahren hier hinten noch nie gesehen.» Und er zeigte Richtung Lawinenkegel hinauf: «Dort mitten drin liegt noch eine Scheune. Ob diese heil davongekommen ist, werden wir dann wohl erst im Frühjahr sehen.» Die jeweilige Lawinengefahr wird von Eduard Schläppi laufend und gemeinsam mit seinem Team beurteilt. «Und bei unsicheren Verhältnissen ziehe ich jeweils noch den Chef der Abteilung für Naturgefahren, Heinrich Buri, zu Rate.» Als Grundlage für die Gefahrenanalyse dient Schläppi ausserdem das Lawinenbulletin des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). Dieses beurteilt die Lawinengefahr übrigens derzeit als mässig (Stufe 2 von möglichen 5). Schläppi ist jetzt schon überzeugt, dass die Pässe im kommenden Frühling wegen der gewaltigen Schneemengen erst einiges später geöffnet werden können als im letzten Jahr. Iseltwaldstrasse wieder offen Bis heute gesperrt war auch die Zufahrt von Bönigen nach Iseltwald. Der Orkan «Andrea» riss im Bereich des «Wäldli» am letzten Freitag rund 50 Kubikmeter Holz um. Der öffentliche Busbetrieb wurde seither über die A8 umgeleitet. Gestern schlossen die Forstwarte Bruno Beer, Hansueli Zurbuchen und Dominic Schumacher die Aufräumarbeiten ab, so dass Iseltwald ab heute wieder über die Uferstrasse erreicht werden kann. Bruno Petroni>

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