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Garnitür – nicht nur Beilage

InterlakenEin gut gelauntes Publikum, als Grundmischung die Comedian Harmonists, eine Prise Kabarett, eine Messerspitze schwarzen Humor und einen guten Pianisten: Dies war das

Erfreulich viele Konzertbesucher füllten am Samstagabend den Konzertsaal im Kunsthaus Interlaken. Trotz herrlichem Wetter begrüsste Ueli von Allmen (Tächa, Leierchischte) das Publikum. Etwas nervös war er schon, der Taufgötti. Waren doch die Stars des Abends für ihn noch nicht sichtbar. Und so viele Besucher allein zu unterhalten, «wäre dann doch nicht eingeplant». Aber sie kamen. Mit einem gelungenen Intro und unter anderem mit dem Klassiker «Mein kleiner grüner Kaktus» zogen sie ihr Publikum schnell in ihren Bann. Als Auflockerung des Abends spielte Ueli von Allmen unter Einbezug des Publikums und der Jubilare zwei zum Teil sphärisch anmutende, mit wunderschönen Harmonien begleitete Lieder. Von Broadway bis Ballenberg Anschliessend kamen die «Garniteure» wieder zu Wort und Gesang. Und sie präsentierten sich in Bestform. Sie begeisterten das Publikum an ihrem Jubiläum zum zehnjährigen Bestehen mit ihrem gekonnten und durchdachten A-capella-Gesang, oft vom virtuosen Klavierspiel von Jürg Frei begleitet. Ihre witzigen Kabarettszenen, welche mit den zum Teil parodistisch gewürzten Einlagen das Publikum zu Lachsalven verführte und vermutlich dem einen oder anderen gar eine fröhliche Träne ins Auge zauberte, zeugte davon, dass die fünf Männer auch schauspielerisch etwas zu bieten haben. Laut Homepage schrieb einmal ein Kritiker über das Repertoire, «dass es von Broadway bis Ballenberg» reiche. Genau diese Offenheit für verschiedenste Musikstile zeichnet Garnitür aus. Und es verwundert auch niemanden, wenn neben Titeln aus den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts plötzlich auch der viel jüngere A-capella-Klassiker «Don’t Worry, Be Happy» im Programm auftaucht. Garnitür überzeugte von Beginn an bis zum Schluss mit ihren Fähigkeiten und einem feinen Gespür, genau den richtigen Taufpaten für ihre CD gewählt zu haben. Fazit: ein wunderschöner Abend, an dem das Kunsthaus genau der richtige Ort war. Urs Hofer>

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