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Geburt in einem Bieler Bus

In einem Linienbus in Biel hat eine junge Frau ein Kind zur Welt gebracht. Der Chauffeur informierte die Ambulanz, und eine zufällig anwesende medizinische Praxisassistentin leistete Geburtshilfe. Mutter und Baby sind wohlauf.

Der Bus war am vergangenen Freitag um 11.30 Uhr unterwegs in Biel in Richtung Spitalzentrum. Kurz nachdem eine junge Frau bei der Haltestelle Mühlebrücke eingestiegen war, breitete sich unter den wenigen Passagieren Unruhe aus. Die zufällig im Bus anwesende Katharina Stoll, von Beruf medizinische Praxisassistentin, wurde von ihrem Partner auf die junge Frau aufmerksam gemacht. «Ich habe sofort gesehen, was los ist, und habe instinktiv gehandelt und der Frau geholfen», schilderte Stoll die Geschehnisse. Ihr Partner habe in einem Kinderwagen, der sich im Bus befand, wärmende Decken entdeckt und sie ihr gereicht. Nachdem die junge Frau geboren hatte, habe sie den kleinen Jungen in die Decken gewickelt. Die Geburt sei ganz normal verlaufen, aber es sei enorm rasch gegangen: Nach drei Minuten sei alles vorbei gewesen. «Wunderschöner Moment» «Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, der Frau beizustehen und mit ihr das Kind zu gebären», sagte Stoll weiter. «Zwischen uns hat sich in diesem wunderschönen Moment eine enge Bindung aufgebaut. Wir verständigten uns ohne Sprache, in grosser Ruhe und in gegenseitigem Vertrauen», sagte die Geburtshelferin. Sie bewundere die Mutter und das Vertrauen, das diese ihr entgegengebracht habe. Während im Innern des Busses der Linie 6 der kleine Junge zur Welt kam, alarmierte Buschauffeur Georges Trachsel die Ambulanz. Anschliessend regelte er den Verkehr, nachdem er sich vergewissert hatte, dass die Frau von Passagieren medizinisch versorgt wurde. Eine Geburt gabs noch nie Die Frau sei ihm bereits beim Einsteigen aufgefallen, weil sie sich den Bauch gehalten habe, sagte der Chauffeur. Ihm sei sofort klar gewesen, was da geschehe. Michael Augsburger, Disponent bei den Verkehrsbetrieben Biel, hat schon vielerlei Ungewöhnliches in den Bussen erlebt. «Aber eine Geburt, das gab es noch nie», sagte er. Mutter und Kind sind laut Angaben der Bieler Verkehrsbetriebe wohlauf. ed/re/BT >

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