Geissboden: Jäger pflanzten 400 Sträucher zur Sicherung

Diemtigtal

Mit der Uferbepflanzung wurden die Arbeiten am Geschieberückhalteraum im Diemtigtal nun komplettiert.

Um die Überschwemmungsgefahr im Geissboden Schwenden zu minimieren, wurden Anfang Mai Sträucher gepflanzt.

Um die Überschwemmungsgefahr im Geissboden Schwenden zu minimieren, wurden Anfang Mai Sträucher gepflanzt.

(Bild: PD)

Im vergangenen Herbst hat die Schwellenkorporation Diemtigtal deutliche Korrekturen am Fildrich vorgenommen. Weil der Bach immer wieder über die Ufer trat, wurde das Bachbett im Bereich Geissboden grosszügig aufgeweitet. Dadurch wollten die Verantwortlichen der Schwellenkorporation verhindern, dass das Geschiebe bei den angrenzenden Häusern und Grundstücken für Überflutungen sorgt.

Stattdessen soll es nun im Geschieberückhaltebecken auflanden. Rund acht Wochen dauerten die Arbeiten damals, aber wirklich abgeschlossen wurden sie erst jetzt. Denn nach der Winterpause und nach Fertigstellung der Umgebungsarbeiten am Projekt Geissboden wurden nun Anfang Mai rund 400 Sträucher gepflanzt, die als Lebensraum für Fauna und Flora sowie zur Stabilisation des Ufers dienen.

Sicherheit und Lehrpfad?

Unterstützung beim Bepflanzen erhielt die Schwellenkorporation von 19 Mitgliedern des Jägervereins Niedersimmental. Die Jungjäger und Jäger, unter ihnen auch Wildhüter Rudolf Kunz, wurden von Ruedi Wyss, der die Sträucher organisiert und das Ufergehölz geplant hat, über ihren Einsatz instruiert. Er wies seine Helfer darauf hin, welcher Strauch sich an welchem Standort am besten eigne und dass immer vier Sträucher der gleichen Sorte beieinander gepflanzt werden sollten. Aus 17 verschiedenen Arten wurde das Ufergehölz zusammengestellt. Nachdem die 400 Sträucher am Ufer gesetzt worden waren, wurde zudem noch eine neue Hecke im Bereich Buecheli in Schwenden angepflanzt.

Ein Jäger des Jägervereins habe sich dazu entschieden, dort mit insgesamt rund 200 Sträuchern in 13 verschiedenen Arten neuen Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen», erklärt der Präsident der Schwellenkorporation, Bernhard Meyer. «Da eine grosse Vielfalt an Sträuchern an beiden Orten vorhanden ist, bietet sich eine Gelegenheit für einen Lehrpfad betreffend Naturkenntnis zu verschiedenen Angelegenheiten», glaubt Bernhard Meyer.

Das Anpflanzen von Ufergehölz war als Hegetätigkeit des Jägervereins Niedersimmental ins Jahresprogramm aufgenommen worden. Und es war nicht der erste Einsatz des Vereins im Rahmen des Projekts Geissboden. Bereits im April letzten Jahres hatten die Jäger Bäume auf einer 1000 Quadratmeter grossen Fläche in der Region gepflanzt. Dabei handelt es sich um eine vom Kanton vorgegebene Ersatzaufforstung für einen Waldstreifen, der im Zuge der Verbreiterung des Bachbetts des Fildrich gerodet worden war. Die Jäger übernehmen zudem in den kommenden neun Jahren die Pflege dieser Jungbäume.

2000 Tonnen Blocksteine

Der Bau des Geschieberückhalteraumes im Geissboden kostete nach Angaben der Schwellenkorporation 250000 Franken, zuzüglich der Kosten für die Ingenieurleistungen. 60 Prozent der Kosten sollen vom Kanton übernommen werden. Für die Befestigung der Ufer waren etwa 2000 Tonnen Blocksteine nötig. 500 Kubikmeter des Materials, das dem Flussbett entnommen wurde, konnten beim Bau des neuen Feuerwehrmagazins in Schwenden verwendet werden, das am 18. Mai eröffnet wird.

Berner Zeitung

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