Geld für Brücke gesprochen

Därstetten

Drei Traktanden, 20 Stimmberechtigte und 260'000 Franken für die neue Holzbrücke. Thomas Knutti, Gemeinde- und Gemeinderatspräsident in Personalunion, führte zügig und schnörkellos durch die Gemeindeversammlung.

<b>Die Weisssenburgbrücke</b> wird neu gebaut. Därstetten beteiligt sich mit 260'000 Franken.

Die Weisssenburgbrücke wird neu gebaut. Därstetten beteiligt sich mit 260'000 Franken.

(Bild: Kerem S. Maurer)

«In Sachen Weissenburgbrücke muss etwas gehen, darin sind wir uns einig», sagte Gemeindepräsident Thomas Knutti, als er an der Gemeindeversammlung die Geschichte der alten Holzbrücke kurz umriss.

Laut Denkmalpflege handelt es sich dabei um eine «ansprechende, gedeckte Holzbrücke auf Widerlagern aus bossierten Kalksteinquadern». Per Regierungsratsbeschluss vom 14. Dezember 1988 wurde sie unter Schutz gestellt.

Doch dieser Schutz wurde auf Antrag des ­Gemeinderates von Därstetten durch die Fachkommission der Denkmalpflege am 10. Mai 2017 wieder aufgehoben.Damit ist der Weg frei, und die Brücke darf neu gebaut werden, wobei ein 1:1-Ersatz in Sachen Optik zur bestehenden Brücke favorisiert wird.

Beim öffentlichen Ideenwettbewerb erhielten alle regionalen Holzverarbeitungsbetriebe die Gelegenheit, ihre Projekte einzureichen. Eine Jury, bestehend aus je zwei Vertretern der Gemeinden Därstetten und Oberwil, einem Vertreter der Denkmalpflege und einem Vertreter des Planungsbüros, hat die Projekte unter anderem auf Optik, Bau- und Unterhaltskosten geprüft. Den Zuschlag erhielten die Arge Blatti Holzbau AG, Oberwil, und neue Holzbau AG, Lungern.

Die neue Brücke soll eine Tragfähigkeit von 34 Tonnen (bisher 14 Tonnen) und eine lichte Höhe von 4,50 Metern (bisher 3,1) aufweisen. Da die Widerlager der alten Brücke bestehen und wiederverwendet werden, bleibt die Fahrbahnbreite bei 3 Metern. Die Kosten für den Neubau belaufen sich insgesamt auf 515'000 Franken, wovon die Gemeinde die Hälfte stemmen muss.

Weder die Denkmalpflege, die keine Neubauten mitfinanziere, noch der Lotteriefonds hälfen mit, bedauerte Knutti. Der Kredit in Höhe von 260'000 Franken wurde einstimmig genehmigt. Ein Stimmberechtigter setzte sich vehement dafür ein, für den Neubau ausschliesslich Schweizer Holz zu verwenden.

Gute Zahlen

Gemeinderat Peter Zeller präsentierte die Jahresrechnung und erläuterte diese sehr ausführlich. Unter dem Strich resultierte beim Gesamthaushalt ein Ertragsüberschuss von 65'727 Franken und beim allgemeinen Haushalt ein Ertragsüberschuss von 144'787 Franken.

Die gebührenfinanzierte Spezialfinanzierungen wiesen einen Aufwandüberschuss von 79'059 Franken auf. Dies, weil die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung und die Abfallentsorgung allesamt negativ zu Buche schlugen, obschon die Zahlen deutlich besser waren als budgetiert.

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