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Geld für Jugend-Budgetberatung

HabkernGeld aus der Pfingstkollekte hilft, eine Budgetberatung für Jugendliche aufzubauen. Über das neue Projekt wurde an der Bezirkssynode Interlaken-Oberhasli in Habkern informiert.

«In den letzten Jahren hörten ehrenamtliche Mitarbeiter unserer Budgetberatung immer öfter von Jugendlichen, die sich verschuldet haben und nicht wussten, an wen sie sich wenden können», sagt Pfarrerin Mirjam Walser, Co-Präsidentin des kirchlichen Bezirks Interlaken-Oberhasli. Um bei solchen Problemen zu helfen oder ihnen noch lieber vorzubeugen, will nun die «Budgetberatung plus» zusammen mit der Jugendarbeit im östlichen Oberland eine Budgetberatung für Jugendliche aufbauen. Starthilfe von 12700 Franken Als Starthilfe sprach der Synodalrat der reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn dem Projekt einen Fünftel der letzten Pfingstkollekte zu – das sind gut 12700 Franken, wie Mirjam Walser an der Bezirkssynode vom Sonntag in Habkern berichtete. Hilfe in vielen Lebenslagen Nach wie vor gefragt sind auch die bewärten Dienstleistleistungen des kirchlichen Bezirks Interlaken-Oberhasli: Der heilpädagogische Kirchliche Unterricht, die Kirchliche Eheberatungsstelle, die neu von 100 auf 110 Stellenprozente aufgestockt wird, und die Landeskirchliche Stellenvermittlung oui/si/yes, die letztes Jahr 92 Jugendlichen zu au-pair-Stellen in Gastfamilien verhalf – 77 in der Romandie und 15 in England oder Frankreich. Für ihre Aufgaben rechnet die Bezirkssynode für 2012 mit 240000 Franken Aufwand und 9800 Franken Defizit – bei einem Eigenkapital von derzeit 198000 Franken. Das Budget wurde von den Delegierten einstimmig genehmigt. Ebenfalls einstimmig bestimmte die Versammlung die Osterkollekte 2012 als Zustupf an Ferienlager von Behinderteninstitutionen in der Region: Zwei Drittel erhält das Regionale Behindertenzentrum in Interlaken, einen Drittel der «Sunneschyn» in Meiringen. Reform eilt nicht Wie Co-Präsidentin Mirjam Walser berichtete, beginnt am 7. November die Übergangsfrist der Bezirksreform der reformierten Kirchen, sofern bis dahin kein Referendum ergriffen wird. Weil aber der Bezirk Interlaken-Oberhasli unverändert weiter besteht, kann er sein Reglement ohne Zeitdruck anpassen. So will der Vorstand Ende Jahr eine Spurgruppe einsetzen, die alle Argumente für und gegen allfällige Neuerungen als Entscheidungsgrundlage zusammenträgt. Zur Diskussion steht zum einen die Frage, ob die Kirchgemeinden an der Bezirkssynode künftig durch ihre Präsidenten vertreten werden oder ob sie wie bisher Delegierte bestimmen. Zum anderen muss sich der Bezirk entscheiden, ob er seine Vertreter fürs oberste Kirchenparlament im Falle einer Kampfwahl wie bisher vom Kirchenvolk oder neu vom Vorstand wählen lassen will. Allerdings schlagen die Kirchgemeinden praktisch nie mehr Kandidaten vor, als Sitze zu vergeben sind. So wurde auch Barbara Schläppi aus Guttannen, die als Vertreterin des Oberhasli in der Synode die Nachfolge von Ortwin Kohler antritt, in stiller Wahl bestätigt. Sibylle Hunziker >

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