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Gemeinde baut Fernheizkraftwerk

GsteigwilerDie Gemeindeversammlung Gsteigwiler beschloss die Erstellung eines Fernheizwerks, welches den Wärmeverbund für die beiden Schulhäuser und für Gebäude im Vorderdorf bilden soll.

Gemeindepräsident Bernhard Seiler orientierte die Versammlung eingehend über das vorgesehene Projekt «Fernheizkraftwerk»: Es sei ökologisch, Holz für die Schnitzel stehe im Gemeindewald genügend zur Verfügung, es entspreche den gesetzlichen Anforderungen, die Spezialfinanzierung sei bewilligt worden, und schliesslich hätten sich genügend Interessenten angemeldet. Somit stehe einer Genehmigung durch den Souverän nichts mehr im Wege. Dies umso weniger, als für Bau, Betrieb und Unterhalt keine Steuergelder verwendet würden. «Sämtliche anfallenden Kosten werden durch Subventionen und durch die Wärmebezüger gedeckt», sagte Seiler. Wie der Gemeindeschreiber Heinz Häsler mitteilt, wurde in der anschliessenden Diskussion vor allem bedauert, dass die Gemeinde als Besitzerin und Betreiberin eines Gemeinschaftsprojekts auftritt, obschon nur weniger als die Hälfte der Hausbesitzer der Gemeinde davon Nutzen ziehen können. Ein Antrag, das Projekt in dieser Form abzulehnen, wurde jedoch mit 43 gegen 6 Stimmen, bei einigen Enthaltungen, verworfen. Baustart im Juli Die Kredite von 1,2 Millionen Franken für die Fremdfinanzierung und die 64000 Franken für die Einrichtungen in den beiden Schulhäusern für den Anschluss ans Heizwerk wurden zusammen mit den entsprechenden Reglementen gutgeheissen. Ab Juli soll mit den Arbeiten begonnen werden, sodass das Fernheizwerk noch vor Einbruch des Winters in Betrieb genommen werden kann. «Der Heizkessel wird so dimensioniert sein, dass er nicht als Industriebau zählt. Dies erschwert möglicherweise später aus Kapazitätsgründen die Aufnahme weiterer Interessenten», macht der Gemeindeschreiber aufmerksam. Die Bezüger werden eine einmalige Anschlussgebühr zu entrichten haben. Die erforderlichen Einrichtungen innerhalb der Liegenschaft zahlt der Wärmebezüger vollumfänglich. Die Finanzierung des Betriebs wird durch eine jährliche leistungsabhängige Grundgebühr erhoben. Dazu kommen die Kosten für die gelieferte Wärme. Gemäss dem Gemeindepräsidenten, der zugleich Projektleiter ist, wird das Heizwerk bereits im ersten Jahr eine ausgeglichene Betriebsrechnung ausweisen. Kredite genehmigt Die Rechnung 2010 schloss mit einem Nettogewinn von 53000 Franken. Dieses Ergebnis ist 98500 Franken besser als budgetiert. Die Jahresrechnung und ein Nachkredit von 100200 Franken wurden diskussionslos und einstimmig gutgeheissen. Ebenfalls einstimmig angenommen wurde ein Kredit von 65000 Franken für das Erstellen digitaler Pläne des Wasser- und Abwassernetzes. Sie bilden die Grundlage für die generelle Entwässerungsplanung zusammen mit den Gemeinden Gündlischwand und Lütschental. pd>

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