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Gemeinden wollen keine Sonderbeiträge bezahlen

GürbetalDer Wasserbauverband Untere Gürbe muss das geplante Hochwasserschutzprojekt mit Fremdkapital finanzieren. Die

Die Gemeinde Belp hat die Pläne des Wasserbauverbandes Untere Gürbe und Müsche durchkreuzt. Diese Woche stimmte die Abgeordnetenversammlung über einen Antrag des Vorstandes ab, der die Finanzierung von Wasserbauinvestitionen ändern wollte. Dies im Hinblick auf das Hochwasserschutzprojekt im Gürbetal, das gegenwärtig öffentlich aufliegt. Der Antrag wurde mit 16 zu 12 Stimmen bachab geschickt, 10 Stimmen kamen allein von Belp. Der Widerstand der mit Abstand grössten Verbandsgemeinde war bekannt. Der Gemeinderat hatte sich zuvor bereits gegen die entsprechende Reglementsänderung des Wasserbauverbandes ausgesprochen. So genügten sechs weitere Stimmen, um den Antrag zu Fall zu bringen. Beiträge für Wasserschutzbauten Vorgesehen war, dass die Verbandsgemeinden für das anstehende 14-Millionen-Projekt im Gürbetal spezielle Investitionsbeiträge bezahlen sollten – nebst den ordentlichen Betriebsbeiträgen. Dadurch hätte der Verband die Finanzierung nicht selbst an die Hand nehmen müssen. Er hätte sich nicht verschuldet, und die Zinskosten fürs Fremdkapital wären weggefallen. Verbandssekretär Edy Heller vermutet, dass der Verband bei Geldgebern schlechtere Konditionen erhält als Gemeinden. Zudem wäre die Beschaffung von Finanzen für die Gemeinden mit professionellen Angestellten einfacher, glaubt er. Besonders Belp sah in den Investitionsbeiträgen aber Nachteile. Denn diese wären nur in einzelnen Jahren fällig. «Es wurde als störend empfunden, dass wir in gewissen Jahren Spitzenbeträge hätten zahlen müssen», sagt der zuständige Belper Gemeinderat Hans Aeschlimann (SVP). «Für unsere Investitionsplanung ist es besser, alljährlich etwa gleich hohe Ausgaben zu haben.» Gürbe erhält mehr Platz Der Versuch einer neuen Finanzierung steht direkt im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt im Gürbetal. Es soll in den nächsten Jahren realisiert werden. Für knapp 14 Millionen Franken wird der Gürbekanal auf einzelnen Abschnitten verbreitert und naturnah gestaltet. So kann mehr Wasser abfliessen. Oberhalb Toffen soll zudem ein neues Wehr entstehen. Es ermöglicht, Hochwasser der Gürbe aufs Kulturland zu leiten. Dadurch werden Überflutungen im nachfolgenden Gewässerabschnitt vermieden. Herbert RentschÖffentliche Auflage des Hochwasserschutzprojekts: Verwaltungen der Gemeinden im Verbandsgebiet, bis 25.Juli. >

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